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Harms eröffnet Potsdamer Frühjahrsgespräche der Stiftung Entwicklung und Frieden – Thema Balkan

veröffentlicht am 16.03.2006

Mit den Perspektiven für einen dauerhaften Frieden auf dem Balkan beschäftigen sich seit heute Experten bei den traditionellen Potsdamer Frühjahrsgesprächen der Stiftung Entwicklung und Frieden. Damit ist die brandenburgische Landeshauptstadt erneut Gastgeber dieser wichtigen Diskussionsrunde zu brennenden aktuellen Fragen der internationalen Entwicklung. Im Namen von Ministerpräsident Matthias Platzeck, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungskuratoriums, begrüßte der Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europaangelegenheiten, Staatssekretär Gerd Harms, die Teilnehmer der Veranstaltung.

Harms betonte, nirgendwo in Europa seien Entwicklung und Frieden so sehr notwendig wie auf dem westlichen Balkan. Harms: „Nirgendwo ist auch die Europäische Union so gefordert wie dort, denn der künftige Status des Kosovo, das Verhältnis Serbiens zu seinen Nachbarn und zur EU sind wichtig für die Stabilität der ganzen Region. Ein Erfolg des UN-Vermittlers Athisaari in dem gerade begonnenen Verhandlungsprozess zwischen Serbien und dem Kosovo ist auch eine Frage des Ansehens Europas in der Welt, aber noch mehr des Vertrauens in europäische Fähigkeiten zur Konfliktlösung.“ Die Weltöffentlichkeit beobachte den Friedensprozess dort sorgfältig und ziehe Rückschlüsse auf ein erfolgreiches EU-Engagement auch in anderen Regionen der Welt.

Harms verwies darauf, dass Brandenburg wie andere Bundesländer auch zur Stabilisierung der Lage Polizisten in den Kosovo entsendet. Zudem sei in den vergangenen Jahren humanitäre Hilfe vor Ort und bei der Rückkehr von Flüchtlingen gewährt worden.

Die Potsdamer Tagung beschäftigt sich mit dem Thema: "Der Balkan am Scheideweg - Perspektiven für einen dauerhaften Frieden". Ausgewiesene Balkan-Experten wie der ehemalige serbische Außenminister Goran Svilanovic und die Europaparlamentarierin Gisela Kallenbach analysieren die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Probleme der Region und geben konkrete Empfehlungen für die Überwindung von Blockaden auf dem Weg zu Stabilität, Demokratie und Modernisierung. Am Freitagabend lädt Staatssekretär Harms die Teilnehmer der Tagung im Namen des Ministerpräsidenten zu einem Empfang.

Die Stiftung besteht in diesem Jahr 20 Jahre. Sie geht auf eine Initiative von Willy Brandt und Johannes Rau zurück. Brandenburg ist neben Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Berlin Mitstifter.

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