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Platzeck optimistisch bei Wirtschaftsentwicklung 2006

veröffentlicht am 25.01.2006

Brandenburg könnte nach Einschätzung von Ministerpräsident Matthias Platzeck in diesem Jahr ein Wachstum von einem Prozent erreichen, wenn sich Industrie und Dienstleistungssektor weiter stabilisieren. Eine wichtige Stütze des Wachstums sei auch in Brandenburg der Export, sagte Platzeck am Mittwochabend in Potsdam auf dem Jahresempfang der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg. Er verwies darauf, dass die Landesregierung mit der Neuausrichtung der Förderpolitik bereits 2005 „entscheidende wirtschaftspolitische Weichenstellungen“ vorgenommen habe.

Platzeck sagte voraus, dass sich durch die Ausrichtung der Förderpolitik auf Branchenkompetenzfelder, Branchenschwerpunktorte, Regionale Wachstumskerne sowie auf kleine und mittlere Unternehmen die Rahmenbedingungen für Mittelstand und Wirtschaft verbessern werden. Es gehe darum, die besonders entwicklungsfähigen Regionen und Branchen so aufzustellen, dass sie andere Regionen und Branchen immer besser mitziehen könnten. Der Ministerpräsident betonte, dass auch die Überarbeitung des Landesinnovationskonzepts derselben Philosophie folge wie die neue Förderstrategie insgesamt: „Auch hier setzen wir verstärkt auf die besonders innovativen Branchen im Land und deren bessere Vernetzung. Wir fördern Netzwerke zwischen Hochschule, Forschung und Wirtschaft und beleben die länderübergreifende Zusammenarbeit mit Berlin. Das Ziel ist, Brandenburg zu einem Standort für starke Dienstleistungen und moderne Industrie zu entwickeln.“

Ausdrücklich bekannte sich Platzeck zu einer engen Zusammenarbeit mit Berlin. Diese habe durch die gemeinsame Kabinettsitzung Ende 2005 noch einmal einen wichtigen Schub bekommen. Die Beschlüsse beinhalteten im Wirtschaftsbereich gemeinsame Maßnahmen zur Vermarktung der Region, zur Investorenwerbung, zu Außenwirtschaftsaktivitäten und zur zukünftigen Aufstellung der beiden Wirtschaftsfördergesellschaften. Die Entwicklung einer Business-Marke für die „Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg“ sei angedacht, so Platzeck.

Der Ministerpräsident nannte den geplanten Bau des Flughafens Berlin Brandenburg International das wichtigste Infrastrukturprojekt Ostdeutschlands“. Platzeck: „2006 entscheidet das Bundesverwaltungsgericht. Ich rechne mit einem positiven Ausgang. Dann können wir mit dem Bau loslegen. Die Region braucht den Flughafen, um sich international als Standort positiv zu positionieren, als Signal für ansiedlungswillige Unternehmen und als Jobmotor.“