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EU-Mittel für Infrastruktur und Wirtschaftsentwicklung

veröffentlicht am 23.01.2006

Weitere 3,8 Mio. Euro für Projekte in Brandenburg und Lubuskie

Der zuständige deutsch-polnische Ausschuss zur Umsetzung der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III A hat für brandenburgische Projekte rund 1,5 Mio. Euro und für Projekte aus der Partnerwojewodschaft Lubuskie 2,3 Mio. Euro befürwortet.


Das Euro Transport und Trade Center (ETTC) in Frankfurt (Oder) erhält 370.000 Euro, um effiziente Logistikketten aufzubauen. Damit sollen Fahrzeuge besser ausgelastet sowie logistische Leistungen am Standort Frankfurt (Oder)/ Słubice gebündelt werden. Ein weiteres Ziel besteht darin, bei der Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene voran zu kommen, um die Umweltbelastung in der Region zu reduzieren. Das ETTC arbeitet dabei mit polnischen Partnern zusammen. Deren Aufgaben im Projekt sind unter anderem Branchenanalysen zum polnischen Logistikmarkt in der Grenzregion sowie das Identifizieren von Kooperationspartnern im polnischen Grenzraum.

Hintergrund: Die Region Ostbrandenburg und die Wojewodschaft Lubuskie liegen an einer der wichtigsten Verkehrsachsen des internationalen Straßengüterverkehrs. Seit dem EU-Beitritt Polens am 1. Mai 2004 ist der Güterstraßenverkehr sehr stark angestiegen.
Weitere Informationen: Euro Transport und Trade Center (ETTC), Irina Kania, Tel. 0335/ 5572203

In den Landkreis Oder-Spree fließen rund 1,1 Mio. Euro für den Ausbau der Kreisstraße K 6701 von Wellmitz nach Breslack zur Anbindung an die künftige neue deutsch-polnische Straßenverbindung zwischen Coschen und Żytowań. Über den Bau der neuen Grenzbrücke hatten sich die deutsche und polnische Seite bereits verständigt. Die entsprechende Straßenanbindung auf polnischer Seite ist gesichert.
Weitere Informationen: Landkreis Oder-Spree, Herr Müller, Tel. 03366/ 351660



In der Wojewodschaft Lubuskie können unter anderem zwei Projekte zur Unterstützung grenzüberschreitender Wirtschaftsbeziehungen mit EU-Mitteln rechnen. Für die Förderung des grenzüberschreitenden Unternehmertums in der Euroregion Spree-Neiße-Bober erhält der Landkreis Zielona Góra rund 136.000 Euro. In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Polnischen Eurozentrum des Landkreises Spree-Neiße sollen kleine und mittlere Unternehmen in der Euroregion zu rechtlichen Fragen und Fördermöglichkeiten beraten werden. Dazu soll eine dreisprachige (polnisch, deutsch, englisch) interaktive Datenbank zu den in der Euroregion tätigen Unternehmen eingerichtet und betreut werden. Darüber hinaus sind Branchenveranstaltungen, deutsch-polnische Unternehmertreffen sowie Messen vorgesehen.
Deutscher Ansprechpartner: Landkreis Spree-Neiße, Estera Lindner-Kuhlmann, Tel. 03561/62043

Auch in der Euroregion Pro Europa Viadrina soll eine entsprechende Datenbank mit dem Ziel der Zusammenführung von gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen beider Seiten der Euroregion aufgebaut werden. Unter dem Projekttitel „Die Euroregion Pro Europa Viadrina als Wirtschaftsregion“ erhält die Lubusker Stiftung Westwirtschaftszentrum dafür eine Förderung in Höhe von 75.000 Euro. Auf deutscher Seite wird gegenwärtig ein Spiegelprojekt vorbereitet.
Deutscher Ansprechpartner: Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und –entwicklung in der Euroregion, Dawid Furmanek, Tel. 0335/ 4016325

Für den Umbau einer Industriehalle in eine Messehalle erhält die Stadt Gorzów Wlkp. 677.000 Euro. Hier wurden bislang Messen organisiert, die sowohl von polnischen als auch von deutschen Ausstellern sehr nachgefragt waren. Wegen der stetig wachsenden Zahl der Aussteller ist der bisherige Standort zu klein geworden. Die Messehalle ist Bestandteil eines mit der deutschen Seite abgestimmten Messekonzepts und versteht sich als Pendant zur Halle in Frankfurt (Oder). Für die Zukunft sind neben Baumessen schwerpunktmäßig Agrotourismusmessen geplant. Hier ist der brandenburgische Partner „Beratung der Agrarverbände Brandenburg GmbH“ bei der Organisation und Koordinierung auf deutscher Seite behilflich.
Deutscher Ansprechpartner: Beratung der Agrarverbände Brandenburg GmbH, Herr Platen, Tel. 03328/ 319251

Weitere Informationen zu den genannten Programmen finden Sie unter www.interreg.brandenburg.de