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„Ein leuchtendes Zeichen“ - Oberlinhaus gewürdigt

veröffentlicht am 09.01.2006

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat die Arbeit des Potsdamer Oberlinhauses in der Gesundheits- und Sozialarbeit gewürdigt. Anlässlich des Neujahrsempfangs der traditionsreichen Einrichtung am Montag erklärte Platzeck vorab in einem Grußwort, es gebe eine lange Reihe der Beispiele für maßstabsetzende innovative Arbeit mit behinderten Menschen und in der Rehabilitation. „Zupackende Solidarität über die wechselnden Zeiten mit denen, die sich selbst nicht helfen können, hat einen gut klingenden Namen: das Oberlinhaus. Unser Land und die Stadt Potsdam können mit Stolz und Dankbarkeit auf dessen Wirken blicken.“

Platzeck nannte das Oberlinhaus ein „leuchtendes Zeichen“ und führte aus: „Von hier fällt warmes Licht in unsere Gesellschaft. Das gibt wohltuende soziale Orientierung. 130 Jahre Arbeit des Oberlinhauses sind ein beredter Beweis für die Zusammengehörigkeit von Glauben und sozialer Verantwortung.“

Ausdrücklich würdigte Platzeck den scheidenden langjährigen Vorstand Pastor Friedrich Wilhelm Pape, der in den Ruhestand verabschiedet wurde. Er sei ein „würdiger Nachfolger von Oberlin“ gewesen, sagte Platzeck. Unter seiner Leitung habe sich das 1878 gegründete evangelische Oberlinhaus zu einer modernen und allseits anerkannten Behinderteneinrichtung weiter entwickelt. Zur Zeit werden dort etwa 1200 behinderte Menschen betreut.

Platzeck erinnerte an zahlreiche Projekte, die unter Pape ihren Anfang nahmen: der umfangreiche Neu-, Um- beziehungsweise Ausbau der Wohn- und Werkstätten für behinderte Menschen, die Errichtung des Schülerwohnheimes, die baulichen Veränderungen im Rehabilitationszentrum der Inneren Mission, im Diakonissen-Mutterhaus, in der Oberlinschule, und nicht zuletzt die Erweiterung des Krankenhauses mit der orthopädischen Fachklinik und der Neuroorthopädie sowie der Aufbau eines ambulanten familienentlastenden Dienstes. Platzeck: „Die Landesregierung hat diese und weitere Aktivitäten gerne unterstützt, weil das Oberlinhaus eine wichtige, nicht weg zu denkende soziale Einrichtung mit einem bundesweiten Renommee ist.“