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1. Jahrestag der Tsunami-Katastrophe: Platzeck setzt Hoffnungen in Frühwarnsystem

veröffentlicht am 25.12.2005

Sperrfrist: 26.12.2005, 00.00 Uhr

Ministerpräsident Matthias Platzeck hofft, dass das unter Federführung des Potsdamer GeoForschungsZentrums (GFZ) entwickelte Tsunami-Frühwarnsystem einen Beitrag zur Zukunftsvorsorge für bedrohte Gebiete leisten kann. Zum ersten Jahrestag der Katastrophe erinnerte der Ministerpräsident zugleich an die 200.000 Opfer, die das Seebeben zu Weihnachten 2004 in Südasien gefordert hatte. Platzeck: „Unsere Trauer und unser Mitgefühl gehören auch den Angehörigen der zehn Brandenburger Opfer, die erst im Jahresverlauf identifiziert werden konnten.“

Platzeck bezeichnete es als ein „Signal der Hoffnung“, dass im vergangenen Monat bereits die ersten Bojen für das von Deutschland entwickelte Frühwarnsystem an ihren Einsatzort im Indischen Ozean gelangten. Die Hightech-Bojen und die Sensoren, die auf dem Meeresboden verankert wurden, sollen sicherer als bisher Beben identifizieren und Fehlalarme vermeiden helfen.

Der Ministerpräsident beglückwünschte insbesondere die Potsdamer Forscher vom GFZ. Sie hätten einen immensen Beitrag dazu geleistet, dass das System in Indonesien wahrscheinlich schon ab 2008 vollständig arbeiten könne. Platzeck: „Derartige gewaltige Naturkatastrophen sind nicht zu verhindern. Wissenschaftlicher Erfindergeist und Hightech können aber immerhin helfen, die Menschen zu warnen und so Leben zu retten. Es ist gut, dass die Bundesrepublik im Rahmen der Tsunami-Wiederaufbauhilfe 45 Millionen Euro für das Frühwarnsystem bereit gestellt hat. Das ist beste Zukunftsvorsorge und ein Beispiel tätiger Solidarität mit den leidgeprüften Menschen in der Tsunami-Region.“