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Gesundheitswesen ist bedeutender Wirtschaftsfaktor

veröffentlicht am 08.11.2005

Der stellv. Regierungssprecher Mario Faßbender teilt mit:

Das Gesundheitswesen in Brandenburg beschäftigt mehr als 110.000 Arbeitskräfte, großenteils im höher qualifizierten Bereich. Es bietet weitgehend sichere Arbeitsplätze und hat deshalb als Wirtschaftsfaktor eine hohe regional- und landespolitische Bedeutung. Das betonte Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler heute anlässlich der Vorstellung des Berichts „Gesundheitswirtschaft im Land Brandenburg“ im Kabinett. „Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass die positiven Wirkungen dieser Wachstumsbranche auch künftig in den ländlichen Regionen Brandenburgs ankommen“, so Ziegler.

In Brandenburg hat die Gesundheitswirtschaft eine noch größere Bedeutung als im bundesweiten Durchschnitt. Zwar sind die Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit in Brandenburg niedriger, unter anderem weil hier der Anteil der (umsatzstärkeren) Privatpatienten geringer ist. Gleichwohl ist der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt im strukturschwachen Brandenburg deutlich höher als im Bundesdurchschnitt; Schätzungen gehen von etwa 14,5 Prozent aus (Bund: 10,9 Prozent).

Zu den über 110.000 Menschen, die in der Gesundheitswirtschaft (stationäre und ambulante Versorgung, Apotheken, Rettungsdienste, Verwaltung, Medizintechnik, Gesundheitshandwerk, pharmazeutische Industrie, Biotechnologie, Gesundheitstourismus, Sport und Freizeit) beschäftigt sind, kommen noch 4.600 Auszubildende in den staatlich anerkannten Fachberufen hinzu. In Brandenburg arbeitet nahezu jeder siebte Beschäftigte im Gesundheitswesen.

Zusätzlich hat die Gesundheitswirtschaft Bedeutung als Nachfrager von Gütern und Dienstleistungen. Mit 240 Mrd. Euro Umsatz ist dies die größte Dienstleistungsbranche in der Bundesrepublik. Allein die Plankrankenhäuser in Brandenburg hatten im Jahr 2002 einen Sachmittelbedarf (Instandhaltung, Energie, Wasser, Lebensmittel etc.) im Wert von über 180 Millionen Euro, der vornehmlich bei Betrieben in der Region gedeckt wurde.

Gegenwärtig sind die Länder Berlin und Brandenburg über die Entwicklung einer „Gesundheitsregion“ im Gespräch. Ziegler: „Beide Länder können sich wirkungsvoll ergänzen. Berlin setzt beispielsweise deutliche Akzente bei der Hochschul- und Hochleistungsmedizin. In Brandenburg liegen die Schwerpunkte auf der Patientenversorgung in der Fläche, auf dem Reha-, Kur- und Bäderwesen, dem Gesundheitstourismus sowie der Biotechnologie.“