www.stk.brandenburg.de

Papierfabrik in Spremberg mit 300 Arbeitsplätzen – Platzeck: Wichtiger Beitrag zum Strukturwandel

veröffentlicht am 18.10.2005

Am traditionsreichen Industriestandort Schwarze Pumpe ist am Dienstag die Papierfabrik Hamburger Spremberg GmbH eingeweiht worden. Ministerpräsident Matthias Platzeck nannte die Investition einen „wichtigen Beitrag für den unverzichtbaren Strukturwandel“ in der Lausitz. In dem Unternehmen zur Herstellung von Wellpappen entstanden 300 zukunftssichere Arbeits- und Ausbildungsplätze. Sie kommen unter anderem gut ausgebildeten jungen Menschen aus der Region zugute, die damit eine Perspektive in ihrer Heimat erhalten.

Platzeck betonte, dass mit der Fabrik Spremberg neben Schwedt zum zweiten bedeutenden Standort der Papierindustrie in Brandenburg wird. Für die Lausitz könne dieser Ansiedlungserfolg nicht hoch genug bewertet werden. Der Ministerpräsident erinnerte daran, dass erst kürzlich der Gründung des DDR-Kombinats Schwarze Pumpe gedacht worden war.

Platzeck sagte weiter: „Schwarze Pumpe – das ist in den Köpfen vieler Menschen noch immer eine Metapher für Kohle, Staub und schwere körperliche Arbeit. Wer das Areal im Zustand von 1990 persönlich erlebte, hatte wohl auch bei kühnster Phantasie wohl kaum die Vision eines modernen Industrieparks mit wettbewerbsfähigen Unternehmen vor sich. Dass dieser beeindruckende Wandel an diesem Ort dennoch geschafft wurde, ist ein symbolträchtiger Beleg für die Erfolge unserer Arbeit in den letzten 15 Jahren. Ich übersehe dabei nicht, dass es uns kaum gelingen wird, einen vollständigen Arbeitsplatzersatz für die 15.000 Menschen, die Schwarze Pumpe einmal beschäftigte, zu bieten. Aber man muss auch sehen, um welche Art von Arbeitsplätzen es sich handelt. Nur wenn die Unternehmen im weltweiten Wettbewerb konkurrenzfähig sind, haben die Jobs auch in Zukunft Bestand. Hier am Standort Schwarze Pumpe war es besonders augenfällig, dass dafür ein tiefgreifender Wandel notwendig ist. Wir haben unsere Ziele noch nicht erreicht, aber wir sind ein gutes Stück vorangekommen.“