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Tierseuchen-Bekämpfung soll schneller und effektiver erfolgen

veröffentlicht am 04.10.2005

Die Eindämmung von Tierseuchen in Deutschland soll künftig mit Hilfe eines mobilen Bekämpfungszentrums (MBZ) schneller und effektiver erfolgen. Brandenburgs Landesregierung hat heute der länderübergreifenden Vereinbarung zur Errichtung eines solchen Zentrums zugestimmt. Verbraucherschutzminister Dietmar Woidke wurde beauftragt, die Vereinbarung zu unterzeichnen. Damit kann Brandenburgs Landeskrisenstab das MBZ im Krisenfall einsetzen.

Die in den vergangenen Jahren in Europa aufgetretenen Seuchenzüge haben gezeigt, dass Maul- und Klauenseuche, Schweinepest oder Geflügelpest zu immensen volkswirtschaftlichen Schäden führen können. Gerade bei hochansteckenden Tierseuchen wurde deutlich, dass eine erfolgreiche Bekämpfung wesentlich vom Faktor Zeit abhängt und einen umfangreichen Einsatz an Personal und Material erfordert.

Sowohl die Lagerung der zur Bekämpfung notwendigen Materialien als auch die Koordination der Einsatzteams sowie die anschließende Bearbeitung der Daten bedarf einer Einrichtung, in der diese Aufgaben zügig und seuchenhygienisch einwandfrei erledigt werden können. Dieses logistische Zentrum ist sinnvoller Weise in der Nähe des Seuchengeschehens zu platzieren. Auch soll die Gefahr der Verschleppung der Tierseuche durch weite Anfahrtswege und weitere Personenkontakte so gering wie möglich gehalten werden.

Das MBZ ergänzt die lokalen Tierseuchenkrisenzentren insofern, dass dort die in den Tierhaltungen eingesetzten Teams koordiniert, instruiert, ausgestattet und dekontaminiert werden. Die Länder halten die gemeinsame Beschaffung eines MBZ für die kostengünstigste Lösung. In seuchenfreien Zeiten wird das MBZ allen Ländern zu Übungszwecken zur Verfügung stehen.