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Platzeck: „Sonnige Aussichten“ für die Solarindustrie

veröffentlicht am 12.09.2005

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat der Solarindustrie im Land Brandenburg „sonnige Aussichten“ bescheinigt. Gerade in Ostdeutschland habe sich in den vergangenen Jahren beispielhaft ein Arbeitsmarkt für Erneuerbare Energien herausgebildet. Dieser reiche von der Windenergie über Solartechnik bis hin zur Biomassenutzung. Allein im Jahre 2004 seien im Osten Deutschlands in Produktion, Handel und Vertrieb von Photovoltaikanlagen 5.000 neue Arbeitsplätze entstanden, sagte Platzeck am Freitag bei der Einweihung einer neuen Produktionsstätte und des Logistikzentrums der S.M.D. Solar-Manufaktur GmbH in Prenzlau.

Den Erneuerbaren Energien gehöre nach seiner Überzeugung die Zukunft auf den Energiemärkten der Welt. Platzeck warnte in diesem Zusammenhang die Union, weiter auf Atomstrom zu setzen. Dies würde dazu führen, dass Milliarden-Investitionen in Zukunftstechnologien zurückgestellt würden. „Einen solchen Bruch in der Knowhow-Entwicklung können und wollen wir uns nicht leisten“, unterstrich Platzeck. Hinzu komme, dass eine solche Entwicklung die Herausbildung eines realen Wettbewerbs verzögern würde. „Der Anstieg der Weltölpreise nach der für die Menschen im Süden der USA so grauenhaften Flutkatastrophe zeigt, wie fragil der Markt fossiler Brennstoffe ist“. Seit Jahrzehnten werde daher ein Umdenken und Umschwenken hin zu einem ausgewogenen Energiemix mit Erneuerbaren Energien gefordert. Die Solartechnik sei dabei ein ausgesprochenes Zukunftsfeld, betonte Platzeck.

Bundesweit sei die Produktionskapazität der Branche zwischen 2003 und 2005/2006 um 350 Prozent gewachsen. Von dieser Wachstumsdynamik könnten andere nur träumen, betonte der brandenburgische Ministerpräsident. Die Branche habe 2004 einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro erwirtschaftet und sichere mehr als 20.000 Arbeitsplätze. Platzeck fügte hinzu: „Und die Perspektiven auf die nächsten 15 Jahre sind ausgezeichnet.“
In dem Prenzlauer Unternehmen arbeiten bereits 160 Menschen, 200 sollen es in diesem Jahr noch werden. Bis 2007 sollen nach den Planungen weitere 100 Stellen hinzukommen.