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Hochwasserschutz verbessern –Mit neuen Technologien Klimawandel bremsen

veröffentlicht am 22.08.2005

Drei Jahre nach der Elbeflut hat sich Ministerpräsident Matthias Platzeck zufrieden über die Leistungen Brandenburgs beim Hochwasserschutz geäußert und zugleich gemahnt, die Auswirkungen des Klimawandels ernst zu nehmen und gegenzusteuern. Bei einer Veranstaltung zum Klimawandel am Samstagabend anlässlich des Deichtags in Mühlberg (Elbe-Elster) erinnerte der Ministerpräsident zugleich an die Rettung der Stadt während der Flut, die als das „Wunder von Mühlberg“ deutschlandweit bekannt wurde.

Platzeck bekannte sich ausdrücklich zu Deichrückverlegungen wie bei Lenzen und entsprechenden Planungen bei Rühstädt (Prignitz), um den Flüssen wieder mehr Raum zu geben. Zugleich seien seit 1998 knapp 120 Kilometer Oderdeich saniert worden. Dennoch mahnte Platzeck: „Wir können uns nicht in Sicherheit wiegen. Da wir in einer Zeit extremer Wetterphänomene leben, wissen wir nicht, ob unsere Maßnahmen ausreichen werden.“ Klimaveränderung sei heute nicht mehr eine Bedrohung im fernen Pazifik, sondern etwas, „das Brandenburg, seine Wälder, seine Seen und seine Ernten verändern kann“.

Es gelte, nicht nur aus Verantwortung für Andere, sondern „auch um unser Selbst Willen“ die Klimaänderung zu verlangsamen und zu begrenzen. Platzeck verwies darauf, dass Brandenburg mit dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) über ein international geachtetes wissenschaftliches Institut zu dieser Problematik verfügt.

Nach Überzeugung von Platzeck muss durch effiziente Rohstoffbereitstellung, die Senkung des Energieverbrauchs und die Nutzung erneuerbarer Energien der CO2-Ausstoß weiter drastisch verringert werden. Hier vor allem sieht der Ministerpräsident Chancen für den Einsatz neuer Technologien. Zudem müssten land- und forstwirtschaftliche Methoden und Kulturen ebenso wie das System der Wasserwirtschaft an die neuen klimatischen Bedingungen angepasst werden. Das brandenburgische Umweltministerium begleite diese Prozesse im Rahmen eines integrierten Klimaschutzmanagements.