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Vom Kaiserbahnhof zur Führungsakademie der Bahn AG
Platzeck: Großer Tag für das Weltkulturerbe in Potsdam

veröffentlicht am 15.06.2005

Die Führungsakademie der Deutschen Bahn AG wird heute nach jahrelangen Sanierungsarbeiten im so genannten Kaiserbahnhof von Potsdam eingeweiht. Aus diesem Anlass erklärt Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck:

„Heute ist ein großer Tag für Potsdam, für das Weltkulturerbe und insbesondere für die Deutsche Bahn AG! Wir feiern mit dem Kaiserbahnhof die gelungene Rekonstruktion dieses architektonischen Juwels. Ein Kompliment gebührt den Architekten und den Bauleuten. Ich bin froh, dass sich die Deutsche Bahn AG als Eigentümer ihrer Verantwortung für das Gebäude bewusst geworden ist und danach gehandelt hat.

Der Kaiserbahnhof hat seine neue Aufgabe als Führungsakademie der Deutschen Bahn AG gefunden. Da die Fortbildung uns ständig begleitet, bin ich sicher, das die Akademie einen langen Bestand haben wird. Ich wünsche einen regen Akademiebetrieb und hoffe, dass sich die Ergebnisse für uns alle sichtbar niederschlagen in einem positiven Image der Bahn, die für uns im Ballungsraum Berlin-Potsdam ein wichtiger Partner ist und bleiben wird.

Brandenburgs Landeshauptstadt kann sich ab heute mit einer neuen wichtigen Institution und wieder mit einer architektonischen Kostbarkeit schmücken. Der Kaiserbahnhof mit seiner sehr wechselvollen Geschichte mahnt jedoch auch, die Folgen und Narben, die Kriege hinterlassen, nicht zu vergessen. Es hat lange gedauert, bis diese Narbe verheilt ist. Ich danke allen, die daran mitgewirkt haben.“

Als „Hofstation Wildpark“ war der persönliche Bahnhof Kaiser Wilhelms II im Jahre 1909 fertiggestellt worden - erst später wurde er allgemein als „Kaiserbahnhof“ bezeichnet. Hier sollten repräsentative Staatsempfänge zelebriert werden. Nur fünf Friedensjahre blieben dem Kaiser, um von hier aus auf Reisen zu gehen. Die Gebäude jedoch haben selbst den Zweiten Weltkrieg und ihre letzte Nutzungen als Unterkunft der sowjetischen Militärkommandantur sowie durch die Volkspolizei weitgehend unbeschadet überstanden. Schließlich in der Bundesrepublik angekommen, hatte es an Ideen für die Nutzung zwar nie gefehlt, aber das notwenige Geld für seine Sanierung war zunächst nicht aufzutreiben.