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Neuer Glanz für Frankfurts Marienkirche

veröffentlicht am 28.05.2005

Das heutige feierliche Einsetzen des ersten rekonstruierten Bleiglasfensters in der Marienkirche von Frankfurt (Oder) markiert nach Einschätzung von Ministerpräsident Matthias Platzeck einen „wichtigen Tag in der Stadtgeschichte“. Platzeck dankte anlässlich der Feierstunde all jenen, die an der Rückkehr der Fenster und der Wiederherstellung des Kunstwerkes mitgewirkt haben und noch heute wirken.

Dank gelte der Bundesregierung, die sich dafür stark gemacht habe, dass diese Fenster, die 1941 vorsorglich ausgebaut, später im Neuen Palais in Potsdam gelagert und schließlich als Kriegsbeute nach Petersburg gebracht wurden, den langen Weg zurück fanden. Die russische Regierung habe es mit ihrem Votum im April 2002 möglich gemacht, dass die Fenster auf die Reise gehen konnten. Zu nennen seien die vielen Sponsoren, allen voran die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Oder-Spree, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Oderstadt Frankfurt, private Spenden von Einwohnern. Erhebliche Summen für die Restaurierung seien von Bund und Land gekommen. Platzeck dankte dem Landesamt für Denkmalpflege und der Arbeitsstelle für Glasmalereiforschung in Potsdam sowie den Spezialistinnen unter der Werkstattleiterin Gerlinde Möhrle.

Platzeck nannte die „segensreiche Kraft bürgerschaftlichen Engagements“ entscheidend dafür, dass die Fenster in neuem Glanz erstrahlen können. Platzeck schloss: „Mit den Fenstern von St. Marien ist ein wichtiges historisches Kulturgut in die Stadt Frankfurt (Oder) zurück gekehrt. Mit ihrem vollständigen Einbau schlägt das Herz der Stadt wieder. Ich beglückwünsche die Frankfurterinnen und Frankfurter zu diesem einmaligen Ereignis und freue mich für das ganze Land.“