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„Die Opfer des Krieges verpflichten uns dazu, dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf.“

veröffentlicht am 16.04.2005

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Ministerpräsident Matthias Platzeck auf der Gedenkveranstaltung zum 60. Jah-restag der Schlacht um die Seelower Höhen am Samstag in Seelow:

Brandenburgs Landesregierung ist nach Worten von Ministerpräsident Matthias Platzeck angetreten, rechtsextremes Gedankengut und Verhalten zu ächten und zu bekämpfen. „Keine Anstrengung kann uns zu mühsam sein, um in den Vorstellun-gen junger Menschen Werte wie Toleranz, Mitmenschlichkeit und Brüderlichkeit zu verankern, aus denen Friedensliebe erwächst“, sagte Platzeck am Samstag auf der gemeinsamen Gedenkveranstaltung des Landes Brandenburg und des Landkreises Märkisch-Oderland zum 60. Jahrestag der Schlacht um die Seelower Höhen, mit der der Endkampf um Berlin im Frühjahr 1945 begann.

In seiner Rede führte der Ministerpräsident unter anderem aus:
„Gemeinsam mit allen Anwesenden wollen wir der Opfer gedenken, die dieser Krieg ge-fordert hat. Jener, die aus dieser Region kamen, aber auch aller anderen. Es waren Frauen, Männer und Kinder vieler Nationalitäten, vor allem starben Russen, Polen, Un-garn und Deutsche hier an der Oder. Ihr Tod, ihr Leid verpflichten uns dazu, dass von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen darf.“...

“Die Jahre der Naziherrschaft sind unauslöschlicher Teil der deutschen Geschichte. Das wissen auch die Generationen, die nach dem Krieg geboren wurden. Sie erkennen es für sich an, obgleich sie keine Schuld auf sich geladen haben. Uns ist bewusst, dass wir Verantwortung tragen für diese Erinnerung und die Gestaltung der Zukunft.“...

“Gerade hier an der Oder, diesem größten Schlachtfeld auf deutschen Boden, wollen wir auch deutlich machen, wie wichtig gutnachbarschaftliche Beziehungen zu den Staaten Mittel- und Osteuropas sind. Mit dem Eintritt Polens, Tschechiens, Ungarns, der Slowakei und der baltischen Staaten hat sich die Europäische Union nicht nur erweitert, sondern vervollkommnet. Uralte europäische Kulturnationen sind Mitglied der Union geworden. Diese feste Verankerung in der EU stiftet Frieden.“

Bilder der Gedenkveranstaltung