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Brandenburgs Ernährungswirtschaft: Lange Tradition und beste Zukunftsvoraussetzungen

veröffentlicht am 10.03.2005

Ministerpräsident Platzeck auf dem 11. Milchforum der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) in Berlin:

Ministerpräsident Matthias Platzeck sieht gute Chancen für die weitere Entwicklung von Brandenburgs Ernährungswirtschaft. Auf dem 11. ZMP-Milchforum verwies er am Donnerstag auf die lange Tradition der Lebensmittelherstellung in der Mark und lobte den insbesondere seit 2000 eingeschlagenen Weg.

Die Branche ist mit einem Anteil von 15 % nach wie vor der bedeutendste gewerbliche Wirtschaftszweig des Landes“, sagte Platzeck mit Blick auf die gut 10.000 Beschäftigten in der Branche. „Mit Berlin und dem neuen EU-Mitglied Polen haben wir ideale Märkte vor der Haustür.“ Der Ministerpräsident schätzte ein, dass sich die brandenburgische Ernährungswirtschaft seit 2000 auf einem „relativ hohem Niveau stabilisiert“ habe. Der Konsolidierungsprozess sei vielfach erfolgreich abgeschlossen. Brandenburgische Produkte seien aus den Regalen der großen Händler nicht mehr wegzudenken, die Vertriebskanäle hätten sich etabliert.
Ein Problem sei, dass es in Brandenburg keine Zentralen von Markenartiklern mit überregionaler Bedeutung gebe. Deren Führungsetagen säßen im Westen Deutschlands und im übrigen Europa. Für die Milchwirtschaft komme noch hinzu, dass es aufgrund des Preisdrucks im Einzelhandel eine starke Konzentration gegeben habe. Platzeck: „Trotz dieser Probleme existiert ein Potenzial, auf das wir setzen können. Es bildet das Fundament für die Steigerung des Wirtschaftswachstums und für mehr Beschäftigung, die wichtigste Aufgabe im Land.“
Der Ministerpräsident verwies auf den außerordentlich harten Wettbewerb in der Ernährungsbranche. Der Kampf um die Kunden im Handel zur Erzielung der größten Marktanteile werde über den Preis ausgefochten. Platzeck mahnte deshalb: „Um diesem Teufelskreislauf zu entgehen, müssen unsere Betriebe andere Wege suchen. Einmal, um ihre Märkte zu halten und zum anderen, um neue Märkte zu schaffen. Dies erfordert Innovationen, zum Beispiel neue Herstellungsverfahren, die Optimierung technologischer Abläufe aber auch völlig neue oder hochwertigere Produkte. Nur so kann es unserer kleinteilig strukturierten Ernährungswirtschaft gelingen, sich am Markt zu behaupten und den Verdrängungswettbewerb am Ende zu gewinnen. Mit unseren Technologieprogrammen wollen wie einen Beitrag dazu leisten, das dies gelingen kann.“