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Landeshilfe für Behindertensport-Turnier in Potsdam

veröffentlicht am 20.02.2005

Ministerpräsident Matthias Platzeck unterstützt das geplante internationale Goalball-Turnier vom 30. Juni bis 3. Juli dieses Jahres in Potsdam durch eine Landeszuwendung von 7.000 Euro. Das Geld aus Lottomitteln geht an die Abteilung Behindertensport des Sportclubs Potsdam, der das Treffen ausrichtet.

Goalball ist ein Mannschaftssport für Blinde und Sehbehinderte mit Spaß am Ballspiel. Da die Goalball-Spieler unterschiedlich starke Sehbehinderungen haben, verzichten sie während des Spiels auf das Sehen überhaupt und tragen auf dem Spielfeld undurchsichtige Brillen, um Chancengleichheit herzustellen. Die Spieler sind also alle gleichermaßen völlig blind und verlassen sich in allen Spielaktionen ausschließlich auf ihren Tastsinn und auf ihr Gehör. Im Behindertensport gilt Goalball als eher unbekannte und exotische Sportart. Anders als beispielsweise beim Sitzvolleyball oder beim Rollstuhlbasketball gibt es für das Goalballspiel keine Entsprechung im Sport der Nichtbehinderten.

Für das Potsdamer Turnier sind Mannschaften aus Dänemark, Finnland, Litauen, Slowenien, Griechenland, Spanien und den USA eingeladen worden. Alle Teams waren auch bei den Paralympics im vergangenen Jahr in Athen dabei.

Von dem Treffen verspricht sich der gastgebende Sportclub nicht nur spannende und faire Wettkämpfe auf höchstem Niveau, sondern verfolgt damit ebenso das Ziel, eine Sportart, die Menschen mit und ohne Behinderungen auch gemeinsam ausüben können, bekannter zu machen.