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Vier Brandenburger Bürger unter den Gästen des Bundespräsidenten beim Neujahrsempfang

veröffentlicht am 11.01.2005

Eine Brandenburgerin und drei Brandenburger sind heute Gäste des Bundespräsidenten bei dessen traditionellen Neujahrsempfang für verdienstvolle Bürger in Berlin.

Die Potsdamerin Dr. Ingrid Witzsche gehört zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg und ist jetzt Vorsitzende des Vereins. Unermüdlich ist sie gegen die Ausgrenzung Älterer aus dem Arbeitsmarkt und aus der Gesellschaft tätig und schuf ein vielfältig wirkendes Netzwerk aus Bildung, sozialer Kommunikation und der Befähigung zur Selbsthilfe. Die Kontaktstellen in nunmehr zehn Orten haben sich zu Kompetenzzentren für Ältere in den Regionen entwickelt. Eine große Zahl von Bildungs- und Betätigungsmöglichkeiten für Ältere entstand. Sie funktionieren durch das Zusammenwirken mit vielen Partnern im In- und Ausland.
Dietmar Beuchel aus Bergholz-Rehbrücke ist in Anerkennung seiner Verdienste um eine bessere Verständigung zwischen Juden und Christen und für sein Eintreten gegen Antisemitismus eingeladen worden. Schon zu DDR-Zeiten setzte er sich als Gemeindepfarrer für ein besseres Kennenlernen der Religionen, insbesondere des Judentums, ein. 1988 organisierte er unter Schwierigkeiten eine Ausstellung über Juden in Potsdam. Dietmar Beuchel unterstützte 1991 die Wiederbegründung der Jüdischen Gemeinde in Potsdam. 1993 war er Initiator und Mitbegründer der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Heute engagiert er sich besonders dafür, dass die Gemeinde wieder eine eigene Synagoge bzw. ein Gemeindehaus erhält.
Der Schwedter Eckhard Blum ist seit Mai 2000 Koordinator und Manager des träger-, verbands- und ämterübergreifenden kommunalen Netzwerks zur Integration bleibeberechtigter Zuwanderer in seiner Stadt. Er leistet diesen Dienst zum Teil auf ehrenamtlicher Basis. Geschätzt wird von seinen Mitstreitern die kontinuierliche und ausgeglichene Arbeitsweise von Eckhard Blum, die besonders dann zum Tragen kommt, wenn Fördermaßnahmen auslaufen, eine Anschlussfinanzierung aber noch nicht vorhanden ist und Monate in Ungewissheit zu überwinden sind.
Für Bernd Henning aus Bergholz-Rehbrücke ist seit seinem Studium die Arbeit an und mit alten Gebäuden und Denkmalen Arbeits- und Lebensinhalt. 15 Jahre wirkte er im kirchlichen Bauamt und darüber hinaus für den Erhalt der Kirchenbauten. Um Zerstörung oder Abriss auf Grund fehlender Unterstützung oder mangelnden Wissens um den Wert zu vermeiden, gründete er eine „schnelle Eingreiftruppe“ zur Sicherung kirchlicher Gebäude. Sein Wissen gibt er in Vorträgen, Seminaren und in Werkstätten weiter. Bernd Henning hat andere Menschen und Institutionen aktiviert, Arbeitsgruppen, Fördervereine und Förderkreise gegründet und so überaus erfolgreich für den Denkmalschutz gewirkt