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Brandenburg in ganzer Vielfalt in Warschau präsent -
Platzeck; „Leistungsschau als Zeichen der Verbundenheit“

veröffentlicht am 04.10.2008

Die Landespräsentation Brandenburgs in Warschau hat am heutigen Tag der Deutschen Einheit vielfältige Akzente eines engen Miteinanders mit dem polnischen Nachbarn gesetzt. Nach dem geschichtlich geprägten Auftakt am gestrigen Abend standen Wirtschaft, Tourismus und Sport im Mittelpunkt der Standortwerbung. Infrastrukturminister Reinhold Dellmann zeigte sich erfreut über die Resonanz des Diskussionsforums „Wirtschaftsstandort und Reiseland Brandenburg“, dass über 200 Experten der Branche anlockte. Schaulustige können noch bis morgen auf dem Theaterplatz im Herzen Warschaus die große Freiluftschau mit Sportveranstaltungen und Vorführungen zum grenzüberschreitenden Rettungs- und Katastropheneinsatz besuchen. Sie war von Jugendminister Holger Rupprecht und Agrarminister Dietmar Woidke am Mittag eröffnet worden.

Besonderen Anklang fand ein Straßenfußballturnier für Toleranz. Dessen Idee soll künftig auch in Polens Hauptstadtregion Mazowien das Klima unter Jugendlichen verbessern, kündigte Marschall Adam Struzik in einer Begegnung von Vertretern polnischer Partnerwojewodschaften mit der brandenburgischen Delegation an. Im Zentrum Warschaus richtet die brandenburgische Sportjugend noch bis Samstag für Jugend-Teams aus Posen, Warschau und Brandenburg das Turnier aus.

Ein Sportmobil bietet darüber hinaus eine reiche Palette an Sportarten zum Ausprobieren. Die grenzüberschreitende Feuerwehr gibt auf dem Theaterplatz einen wirklichkeitsnahen Einblick in Aktivitäten wie Löschen, Retten und Bergen. Für ein ebenfalls bereits grenzenloses Vergnügen wirbt der Landesanglerverband Brandenburg. Durch einen gemeinsamen Angelschein haben bereits seit 2002 polnische Angler Zutritt zu den Revieren in Brandenburg, einem der gewässerreichsten deutschen Bundesländer. Minister Rupprecht lobte den Ansatz der Präsentation: „Wer mit Zusammenarbeit wirbt, wird neue Gemeinsamkeit ernten.“

Zuvor hatte Minister Dellmann die Veranstaltung „Wirtschaftsstandort und Reiseland Brandenburg“ eröffnet. Bei Unternehmern und Reisewilligen warb Dellmann für Brandenburg: „Die Hauptstadtregion hat in jeder Hinsicht viel zu bieten: als Wirtschaftspartner, als geeigneter Ort für Innovationen, aber auch als Reiseland.“ Im Hinblick auf die „deutlich positive wirtschaftliche Entwicklung“ in Brandenburg ermutigte der Minister polnische Unternehmer zu Investitionen. Schließlich habe Brandenburg „zukunftweisende Branchen und gut qualifizierte Arbeitskräfte“. Die hohe Forschungsdichte und der künftige Flughafen Berlin Brandenburg International in Schönefeld seien weitere Pluspunkte. Und die Tourismusbranche sei längst zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige geworden. Der anschließende mehrstündige Informationsaustausch wurde vom Amtschef im Wirtschaftministerium, Michael Richter, moderiert.


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Ministerpräsident Matthias Platzeck will die Landespräsentation auch als Dank an das polnische Volk für dessen Beitrag zur friedlichen Einigung Europas und Deutschlands verstanden wissen. Beim festlichen Empfang Platzecks und des deutschen Botschafters in Polen, Michael H. Gerdts, am Abend in der deutschen Botschaft in Warschau betonte der Ministerpräsident, es gebe keinen besseren Anlass, diesen Dank auszusprechen, als den deutschen Nationalfeiertag. Nach den Worten Platzecks beweist die Landespräsentation, wie vielfältig und eng die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern bereits ist. „Wir verstehen unsere Leistungsschau in Warschau als ein Zeichen der Freundschaft und der Verbundenheit.“ Zum Empfang wurde auch der Beauftragte des polnischen Ministerpräsidenten für internationale Fragen und für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Professor Wladyslaw Bartoszewski, erwartet.

Umjubelter kultureller Auftakt der brandenburgischen Präsentation war am Donnerstagabend die von Europastaatssekretär Gerd Harms eröffnete Aufführung des Filmklassikers „Nosferatu“. Die Livemusik wurde in einer Premieren-Kooperation vom Deutschen Filmorchester Babelsberg und dem Orchester der Polnischen Nationaloper eingespielt. Für die einmalige musikalische Begleitung und die historischen Bilder mit hoher Suggestivkraft spendeten die über 1000 Zuschauer im größten Theater des Nachbarlandes, dem Teatr Wielki, anhaltenden Applaus.