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Harms für Zusammenhalt Europas – Herausforderungen der
Globalisierung nur gemeinsam zu schultern

veröffentlicht am 19.09.2008

Europastaatssekretär Gerd Harms hält angesichts der Herausforderungen der Globalisierung den Zusammenhalt und die Weiterentwicklung der Europäischen Union für alternativlos. Auf der Tagung „Europa hat viele Gesichter“ des Forums Ost-West in der Heimvolkshochschule am Seddiner See betonte Harms heute: „In einer globalisierten Welt können weder die Regionen noch die Nationalstaaten allein erfolgreich bestehen. Wenn wir unsere Stellung in der Welt, unsere Werte von Recht und Freiheit und nicht zuletzt unseren Lebensstandard erhalten wollen, müssen wir verstehen, dass dies nur gemeinsam in der EU gelingen kann.“

Harms kritisierte, dass der Blick auf die Bedeutung der Europäischen Union oft
durch Auseinandersetzungen über einzelne Politikfelder oder Einzelfragen verstellt werde. Er rief dazu auf, über den Tellerrand hinauszublicken. In den Auseinandersetzungen mit den weltweiten Entwicklungen unserer Zeit lasse sich sehr schnell das Gefühl europäischer Zusammengehörigkeit und die Notwendigkeit
europäischer Zusammenarbeit erspüren.

Mit Blick auf die institutionelle Krise der Union und die schwindende Akzeptanz
der EU-Instanzen bei den Bürgern sprach sich Harms dafür aus, dass die EU den
Anspruch der politischen Union ernst nehmen müsse.

Auf der dreitägigen Veranstaltung diskutieren Bürger mit Europaabgeordneten,
Wirtschaftsvertretern, Gewerkschaftern, Journalisten sowie Experten aus Mittelund Osteuropa aus unterschiedlichen Perspektiven über den Prozess der europäischen Einigung sowie die Rolle Europas in der Globalisierung.

Das Forum Ost-West wurde 1992 gegründet, um Ost- und Westdeutsche zu verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen miteinander ins Gespräch zu bringen. Der Verein organisiert jährlich drei bis vier Veranstaltungen in Brandenburg. Die Landeszentrale für politische Bildung unterstützt die Tagung „Europa hat viele Gesichter“ mit 4.400 Euro aus Lottomitteln.