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Entwicklung und Service aus einer Hand - Kabinett macht Weg für zentralen IT-Dienstleister der Landesverwaltung frei

veröffentlicht am 15.07.2008

Die brandenburgische Landesverwaltung erhält einen zentralen Dienstleister für ihre Informationstechnik (IT). Das beschloss das Landeskabinett am Dienstag in Potsdam. Der neue zentrale IT-Dienstleister soll ab Anfang 2009 schrittweise sämtliche dezentralen IT-Bereiche der Landesbehörden nach einem Fahrplan übernehmen. Er soll kompetente und effiziente IT-Lösungen für die gesamte Landesverwaltung entwickeln und ihr damit die professionelle Umsetzung der E-Government- und IT-Strategie der Landesregierung ermöglichen. Die Entscheidung für den zentralen IT-Dienstleister ist damit ein wesentlicher Schritt für die weitere Modernisierung der Landesverwaltung.

"Wir setzen große Erwartungen in den zentralen IT-Dienstleister. Die nächsten Jahre werden noch mehr von der Informationstechnik und der Nutzung neuer Medien bestimmt sein als die vergangenen Jahre. Ich bin davon überzeugt, dass durch den zentralen IT-Dienstleister nicht nur die Qualität der Verwaltungsarbeit gesteigert wird, sondern auch Synergieeffekte spürbar für alle Bürger umgesetzt werden können,“ erläuterte Innenminister Jörg Schönbohm, der in der Landesregierung für die Umsetzung der IT- und E-Government-Strategie zuständig ist.

Der Chef der Staatskanzlei Clemens Appel hob hervor: „Der zentrale IT-Dienstleister unterstreicht, dass Brandenburg seine Verwaltung zielstrebig modernisiert. Wichtig ist mir, dass dies nicht zum Selbstzweck passiert, sondern den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes zugute kommt.“

Wegen der in den vergangenen Jahren enorm gestiegenen Anforderungen an die Verfügbarkeit, Sicherheit und Vertraulichkeit von Daten bei der Informationsverarbeitung verfolgt die jetzt beschlossene Bündelung der IT-Inseln das Ziel, die Landesverwaltung beim Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik professioneller zu unterstützen. Vor allem sollen die Implementierung einheitlicher technischer Standards noch effektiver vorangetrieben und ein verbesserter Service angeboten werden. Diese konsequente Anpassung an den technologischen Fortschritt wird die Verwaltung insgesamt leistungsfähiger machen.

„Informationstechnik und Telekommunikation gelten in Deutschland mittlerweile wie Verkehrs- oder Energienetze als kritische Infrastrukturen, deren Störung Beeinträchtigungen der inneren Sicherheit in Deutschland zur Folge haben kann. Deshalb brauchen wir hochprofessionelles Know-How für Sicherung und Weiterentwicklung. Wir können es uns aber auch finanziell nicht mehr leisten, weiter mit unterschiedlichen Ansätzen in den noch bestehenden IT-Inseln zu arbeiten. Mit IT-Unterstützung aus einer Hand wird die Landesverwaltung im Interesse von Bürgern und Unternehmern schneller und leistungsstärker“, sagte Schönbohm.