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Europawoche: Platzeck und russischer Botschafter
besuchen Potsdamer Leibniz-Gymnasium

veröffentlicht am 05.05.2008

Ministerpräsident Matthias Platzeck und der russische Botschafter Vladimir V. Kotenev haben am Montag das Potsdamer Leibniz-Gymnasium besucht. Sie diskutierten dort im Rahmen der Europawoche mit Schülern über das Thema „Russland – Partner der Europäischen Union“. Platzeck sagte: „Wir wollen insbesondere Jugendliche für die europäische Idee begeistern, weil diese beim Zusammenwachsen Europas eine wichtige Rolle spielen“. Platzeck rief die Schüler auf: „Seid neugierig auf andere Kulturen!“. Vor dem Schulbesuch hatten Schüler im Beisein von Platzeck und Kotenev am sowjetischen Ehrenmal am Bassinplatz einen Kranz niedergelegt.

Platzeck betonte, Europa biete gerade jungen Menschen viele - auch berufliche – Chancen, die sich besonders gut durch das Erlernen von Sprachen, durch Begegnungen über nationale Grenzen hinweg und durch Bildung nutzen ließen. So werde auch die kulturelle Vielfalt Europas erfahrbar. Der Besuch des Leibniz-Gymnasiums symbolisiert nach Worten Platzecks, „dass wir - Russen wie Deutsche – in einem gemeinsamen Europa leben, zwar nicht gemeinsam in der Europäischen Union, aber seit Jahrhunderten mit ausgesprochen vielen Berührungspunkten“. Platzeck verwies darauf, dass über 380 Schulen in Brandenburg Russisch unterrichteten.

Auch das Leibniz-Gymnasium könne auf eine lange Tradition beim Russisch-Unterricht zurückblicken, erläuterte der Ministerpräsident. Seit den 1990er Jahren gab es regelmäßige Austausche mit Malachowka (bei Moskau) und mit Miass (Ural), später auch Schulkontakte nach Kaliningrad und Sankt Petersburg. Das Leibniz-Gymnasium erhielt mehrere Auszeichnungen für diese Partnerschaften. Platzeck hob hervor, für Brandenburg sei Russland einer der wichtigsten Handelspartner, viele Arbeitsplätze würden so gesichert. In fast jeder Stadt oder Gemeinde fänden sich zudem Spuren russischen Lebens. In Berlin und Brandenburg wohnten Zehntausende russischsprachiger Menschen.

In der Europawoche, die noch bis 11. Mai dauert, sind in Brandenburg mehr als 100 Veranstaltungen geplant. Am morgigen Dienstag findet an Schulen ein EU-Projekttag statt, zu dem Politiker, Abgeordnete und Diplomaten erwartet werden.