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Am Kern vorbei

Regierungssprecher Thomas Braune weist die heute im Zusammenhang mit der Übergabe eines „Klimaschutz-Merkzettels“ erhobenen Vorwürfe der Vorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth, zurück:

veröffentlicht am 25.04.2008

„Bevor man einen Merkzettel schreibt, sollte man sich mit den Fakten vertraut machen. Die besagen beispielweise, dass in einer vor wenigen Monaten veröffentlichten Erhebung der Zeitschrift GEO Brandenburg im Klimaschutz-Test aller Bundesländer den dritten Rang belegt. Die angesehene Zeitschrift GEO und der wissenschaftliche Beirat bestätigten dem Land: Insbesondere beim Einsatz Erneuerbarer Energien bekommt unser Land beste Noten. So wird den Analysten zufolge im nationalen Vergleich hier pro Kopf am meisten Strom aus Windkraft und Biomasse ins Netz gespeist. Auch bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs leistet Brandenburg für ein Flächenland Erstaunliches, so die Expertise. Und nicht zuletzt sagen die Experten: Die Landesregierung könne sich über den drittbesten Platz im Bereich der politischen Strategien im Klimaschutz freuen.

Brandenburg ist ein Energieland, weil sich hier energieerzeugende Unternehmen niedergelassen haben, unter anderem, weil es über den Rohstoff Braunkohle verfügt. Das kann man dem Land nicht vorwerfen. Brandenburgs Politik, Wissenschaft und Energieunternehmen haben längst die Weichen gestellt, möglichst schnell CO2-arme Technologien in die Praxis zu überführen. So wird sich der Anstieg der Emissionen begrenzen lassen. Der Klimaschutz und eine umweltverträgliche Energieversorgung werden immer mehr zu der zentralen Frage für die Zukunft der Menschheit. Dabei kristallisiert sich heraus, dass sich die künftige Technik von Kohlekraftwerken zu einer entscheidenden Schlüsselfrage entwickeln wird. Denn die Experten sind sich einig: Ohne die Nutzung fossiler Energieträger wird sich weltweite Versorgungssicherheit auf absehbare Zeit nicht gewährleisten lassen. Den in der Lausitz begonnenen Tests für die CO2-Abscheidung kommt deshalb weltweit immense Bedeutung zu. Die Landesregierung wird alles tun, damit sich Brandenburg in dieser entscheidenden Frage als ‚Innovationslabor’ bewährt.“