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Platzeck reist nach Israel und in die palästinensischen Gebiete – Vertiefung von Wirtschaftskontakten und Besuche bei Aussöhnungsprojekten

veröffentlicht am 02.03.2008

Ministerpräsident Matthias Platzeck will auf seiner zweiten Israelreise die Wirtschaftskontakte Brandenburgs mit dem jüdischen Staat befördern. Dazu dient u.a. ein Besuch bei dem global agierenden Unternehmen Netafim, das intelligente Bewässerungslösungen für die Landwirtschaft anbietet. Parallel zur Platzeck-Visite hält sich erstmals auch eine Gruppe märkischer Mittelständler in Israel auf. Zweiter Schwerpunkt der Platzeck-Reise vom 5. - 7. März sind Besuche bei zivilgesellschaftlichen Projekten, die dem interkulturellen Austausch und dem friedlichen Miteinander in Jerusalem und den palästinensischen Gebieten dienen.

So kommt der Ministerpräsident am Donnerstag mit Vertretern der Hope Flowers School in Bethlehem in den palästinensischen Autonomiegebieten zusammen. Die Schule, die in ihrer Ausrichtung als einzigartig gilt, hat sich die konsequente Friedens- und Demokratieerziehung zum Ziel gesetzt. Die Privatschule unterhält eine Partnerschaft mit dem Friedrichs-Gymnasium Frankfurt (Oder) und ist Partnerin eines Potsdamer Projektes zur Behandlung traumatisierter Kinder, das mit Lottomitteln des Landes gefördert wird.

Am Freitag besucht Platzeck Projekte der Jerusalem Foundation. Die Stiftung setzt sich für die Förderung eines pluralistischen Jerusalem ein. Platzeck ist Vize-Vorsitzender der deutschen Sektion der Jerusalem Foundation.

Während seiner Reise wird der Ministerpräsident auch die beim Benefizkonzert aus Anlass des 60. Jahrestages der israelischen Staatsgründung Ende Januar in Potsdam gesammelten Spenden übergeben. Mit den zirka 20.000 Euro soll die Pflanzung von Bäumen im „Wald der deutschen Länder“ bei Beer Sheva in der Wüste Negev unterstützt werden. Die Initiative zur Begrünung der Wüste geht auf eine Idee des früheren Bundespräsidenten Johannes Rau zurück.

In Tel Aviv eröffnet Platzeck gleich zu Beginn seiner Reise eine Foto-Ausstellung des Potsdamer Moses Mendelssohn Zentrums mit dem Thema „Herzls Utopie – Israels Gegenwart“. Platzeck sowie das Wissenschaftsministerium unterstützten die Exposition mit Lottomitteln. Theodor Herzls (1860-1904) politische und schriftstellerische Arbeit trug ursächlich zur Gründung des Staates Israel 1948 bei.

Es sind zudem Gespräche geplant mit führenden Politikern aus Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten.

Zur Brandenburgischen Wirtschaftsdelegation gehören Unternehmen und Institute aus verschiedenen Branchen. So will die in Großbeeren (Teltow-Fläming) ansässige Spitzke AG vor Ort eine Beteiligung am Bau der geplanten Eisenbahnstrecke Tel Aviv - Jerusalem erkunden. Das Zeuthener Unternehmen NTBB Systemtechnik (Dahme-Spreewald) erkundet Exportchancen für Produkte der Fernüberwachung von Erdgasleitungen und möchte bereits bestehende Kontakte im Bereich Forschung/Entwicklung zur Hebrew University vertiefen. Ziel des in Potsdam ansässigen Instituts für Software-Qualität (iSQI GmbH) sind u.a. deutsch-israelische Kooperationen in der Weiterbildung von IT-Fachkräften.
Die Reise der Gruppe brandenburgischer Unternehmer wird von Wirtschaftsstaatssekretär Wolfgang Krüger begleitet und von der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) organisiert.

Presseöffentliche Stationen aus dem Besuchsprogramm von Ministerpräsident Platzeck im Detail:

Mittwoch, 5. März:
17.30 Uhr: Ausstellungseröffnung „Herzls Utopie – Israels Gegenwart“ des Moses Mendelssohn Zentrums Potsdam in Tel Aviv

Donnerstag, 6. März:
10.00 Uhr: symbolische Übergabe einer Baumspende für den „Wald der deutschen Länder“ in der Negev-Wüste bei Beer Sheva
12:00 Uhr: Besuch der Firma Netafim mit Besichtigung der Produktionsstätte im Kibbuz Hatzerim bei Beer Sheva
18.00 Uhr: Treffen mit Vertretern der Hope Flowers School in Bethlehem
20.30 Uhr: Treffen in Jerusalem auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung in den palästinensischen Gebieten mit Vertretern der Zivilgesellschaft

Freitag, 7. März:
8.00 Uhr: Besuch bei Projekten der Jerusalem Foundation, u.a. ist ein Gespräch mit Präsidentin Ruth Cheshin geplant

Als erster Brandenburgischer Ministerpräsident war Platzeck im April letzten Jahres nach Israel und in die palästinensischen Gebiete gereist.