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Ehrung für Ehrenamtler – Fritsch und Platzeck: Freiwillige sind Seele des Gemeinwesens – Empfang des Landes als Dankeschön

veröffentlicht am 15.12.2007

Ehrenamtliche Arbeit wird in Brandenburg immer populärer. Die Zahl derjenigen, die sich bereits engagieren oder dies künftig tun wollen, steigt kontinuierlich. Zugleich wird die Tätigkeit vieler Ehrenamtler qualifizierter. Das teilten Landtagspräsident Gunter Fritsch und Ministerpräsident Matthias Platzeck heute auf dem traditionellen Ehrenamtsempfang des Landes für rund 100 verdiente Freiwillige aus ganz Brandenburg in Potsdam mit. Fritsch und Platzeck - Gastgeber des festlichen Beisammenseins im historischen Kutschstallensemble – würdigten das uneigennützige und unermüdliche Engagement der ehrenamtlich Tätigen. Sie betonten: „Ehrenamtler sind die Seele des Gemeinwesen.“

Am Aufschwung im Ehrenamtsbereich hat nach den Worten von Platzeck die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA), die im Januar 2007 in der Staatskanzlei gegründet worden war, einen bedeutenden Anteil. Die LAGFA habe sich „als ein regelrechter Katalysator erwiesen“, sagte der Ministerpräsident. So seien allein in diesem Jahr weitere vier regionale Agenturen entstanden.

Damit sind bislang zwölf regionale Agenturen Mitglied der Arbeitsgemeinschaft. Die LAGFA vernetzt regionale Aktivitäten und unterbreitet Angebote für Schulungen. Platzeck betonte: „Die Landesregierung unterstützt diese Bemühungen mit ganzer Kraft. So wird auf dem nächsten Brandenburg-Tag 2008 in Königs Wusterhausen der Festbereich, der sich ausschließlich dem Ehrenamt widmet, ausgebaut.“

Landtagspräsident Fritsch unterstrich: „Die Freiwilligen, die wir heute ehren, stehen stellvertretend für die Zehntausenden Brandenburgerinnen und Brandenburger, die sich für andere Menschen einsetzen. Wir brauchen ihre Ideen, ihr Wissen und ihr Können, um unsere Gemeinschaft so gestalten zu können, dass sie auch in Zukunft für alle gleichermaßen lebenswert ist.“

Ministerpräsident Platzeck sagte, um noch mehr Menschen zum Mittun anzuregen, werde in Brandenburg über das neue Modell des „Engagementlotsen“ nachgedacht, mit dem bereits in anderen Bundesländern gute Erfahrungen gesammelt wurden. „Um auch in dünner besiedelten Regionen die Infrastruktur für ehrenamtliche Arbeiten sicherzustellen, sollen erfahrene Ehrenamtler ortsunabhängig in Sachen bürgerschaftliches Engagement beraten. Die Engagementlotsen sind quasi ‚Freiwilligenagenturen auf zwei Beinen’, die den Kontakt zu Vereinen, Stiftungen und Einrichtungen sowie kommunalen Stellen und Behörden herstellen.“

Platzeck betonte die hohe Wertschätzung des Landes für freiwilliges Engagement. So wurde die Auszeichnung „Ehrenamtler des Monats“ eingeführt. Platzeck: „Seit September ehrt die Staatskanzlei beispielgebende Projekte mit landesweiter Vorbildfunktion und direktem Bürgerbezug. Der besondere Lohn des Ehrenamtes ist die gesellschaftliche Anerkennung. Diese spiegelt sich auch in kleinen Gesten im Alltag, in einem Dankeschön, in einem Lächeln, wider. Die Bestätigung, gebraucht zu werden, ist eine Bereichung für jeden Ehrenamtler. ‚Gutes tun tut gut’ - die ganze Gesellschaft und auch jeder einzelne Freiwillige haben etwas davon. Es lohnt sich für alle, am Projekt der Bürgergesellschaft weiter zu arbeiten.“

Schon heute beteiligen sich in keinem anderen ostdeutschen Bundesland so viele Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich wie in Brandenburg. Die Mark hatte beim jüngsten Ranking des freiwilligen Engagements mit 33 Prozent den Spitzenplatz belegt.