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Brückenschlag für mehr Begegnungen an der Neiße

veröffentlicht am 25.09.2007

Die Landesregierung hat den heute in Guben vollzogenen Baubeginn für eine neue Neißebrücke begrüßt. Der Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europaangelegenheiten, Staatssekretär Gerd Harms, sprach von einem „Brückenschlag für mehr Begegnungen“.

Staatssekretär Harms, der auch deutscher Vorsitzender des Ausschusses für grenznahe Zusammenarbeit der deutsch-polnischen Regierungskommission ist, erklärte:

„Die künftige Fußgängerbrücke als Bestandteil der neuen so genannten Neißeterrassen schafft für die Gubener einen direkten Zugang zur Theaterinsel im polnischen Gubin. Damit wird buchstäblich der Weg frei für eine gemeinsame kulturelle Nutzung durch die Bürger der beiden Doppelstädte. Mit dem Beitritt Polens zum Schengen-Abkommen werden auch die Grenzkontrollen fallen. Damit wird der Wert dieser 650.000-Euro-Investition zum Jahresende für die Gubener und Gubiner in vollem Umfang erlebbar.

Dies ist eine Entwicklung, für die die brandenburgische Landesregierung seit Jahren steht und die sie beharrlich befördert. Der heutige Brücken-Baubeginn in Guben zeigt zudem, wie vorteilhaft sich die Mitgliedschaft Polens in der Europäischen Union für die Bürger gerade beiderseits der Grenze auswirkt. Das Projekt Neißeterrassen und Neißebrücke wird zu 75 Prozent aus Mitteln der EU bezuschusst.“

Erst im Juli war für einen neuen Übergang zwischen Zelz (Spree-Neiße) und Siedlec der erste Spatenstich gesetzt worden. Die 1,8 Millionen Euro teure Fußgänger- und Radfahrerbrücke wird ebenfalls zum überwiegenden Teil aus EU-Mitteln finanziert. Der letzte Übergang zwischen Brandenburg und Polen war 2002 nördlich von Forst eingeweiht worden.