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Platzeck würdigt Arbeit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft – „Ehrenamtliches Engagement gegen soziale Kälte“

veröffentlicht am 08.09.2007

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat das Engagement des Landesverbandes der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) gewürdigt und zugleich die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft hervorgehoben. „In den siebzehn Jahren ihres Bestehens haben die Verantwortlichen der DMSG ein Netzwerk der Hilfe aufgebaut, das seinesgleichen sucht,“ sagte Platzeck zum „Tag des Ehrenamtes“, den der DMSG-Landesverband am Samstag in der Staatskanzlei feierte. Der Regierungschef hatte die Schirmherrschaft übernommen und für die Durchführung der Veranstaltung 2400 Euro Lottomittel bewilligt. Platzeck bezeichnete die Arbeit von ehrenamtlich Tätigen als „beste Waffe im Kampf gegen soziale Kälte in unserer Gesellschaft“ und appellierte an die brandenburgische Wirtschaft, noch stärker als bisher Anreize für bürgerschaftliches Engagement zu setzen.

Laut Platzeck ist es ein Hauptanliegen der brandenburgischen DMSG, den an Multiple Sklerose Erkrankten die Sorge zu nehmen, ob für sie bei einem erneuten Krankheitsschub Beistand verfügbar sein werde. Der Ministerpräsident lobte, dass die DMSG ein breites Hilfe-Spektrum abdecke, das von medizinischer und psychosozialer über rechtliche bis hin zu materieller Unterstützung reiche. Es werde dabei einfallsreich Hoffnung vermittelt und Trost gespendet.

Der Regierungschef wies darauf hin, dass in Deutschland 23 Millionen selbstlose Helfer mit ihrer Arbeit dafür sorgten, dass „Nächstenliebe und Solidarität Wirklichkeit“ würden. Doch die Attraktivität des Ehrenamtes müsse noch gesteigert, eine „Kultur der Anerkennung“ weiter ausgeprägt werden. Diesen Ansprüchen trage die Bundesregierung mit dem „Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“ Rechnung. Platzeck kündigte an, dass die Landesregierung im Bundesrat für die Annahme des Gesetzes stimmen werde.

Von staatlicher Seite wird nach Platzecks Auffassung vieles angestoßen und unterstützt, um Anreize für ehrenamtliche Tätigkeiten zu schaffen und das Ehrenamt noch stärker in den Focus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken. Das Land Brandenburg werde in diesem Bemühen auch in Zukunft nicht nachlassen, sagte Platzeck.