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Platzeck zum Tode Plenzdorfs: Er gab der DDR-Jugend eine Stimme

veröffentlicht am 10.08.2007

Ministerpräsident Matthias Platzeck äußerte in einem Kondolenzschreiben an die Witwe von Ulrich Plenzdorf seine Bestürzung über den Tode ihres Mannes. Er würdigte Plenzdorf als Schriftsteller, der mit seinen Büchern wie „Die neuen Leiden des jungen W.“ in beiden Teilen Deutschlands hoch geschätzt war. Er habe ein „Tor des Verständnisses und der Verständigung geöffnet, indem er den Jugendlichen in der DDR mit ihren alltäglichen Problemen eine gesellschaftskritische Stimme gab.“

Wörtlich schrieb Platzeck in dem Kondolenzschreiben: „Ulrich Plenzdorf hat unser Leben bereichert. Edgar Wibeau, Paul und Paula oder Liebling Kreuzberg sind beredte Beispiele seines Schaffens. Auf ganz unvergleichbare poesievolle Art und Weise stellte er Wirklichkeit und Wunschvorstellung gegenüber. Immer klug, lebensnah, überzeugend, humorvoll und ausgestattet mit der ihm eigenen Ironie. Nie verletzend gewann er sein Publikum im geteilten und vereinten Deutschland. Gibt es ein schöneres Kompliment für einen deutschen Schriftsteller?

Auch wenn Ulrich Plenzdorf von uns gegangen ist – seine unverwechselbaren Figuren leben weiter. Im Gedenken an Ihren verstorbenen Mann sind viele Menschen bei Ihnen. Ich bin es auch.“