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Erstmals seit elf Jahren unter 200.000 Arbeitslose in Brandenburg – Platzeck spricht von Zäsur

veröffentlicht am 28.06.2007

Erstmals seit dem Jahr 1996 liegt die Zahl der Arbeitslosen in Brandenburg wieder unter 200.000. Ministerpräsident Matthias Platzeck sprach am Donnerstag in Potsdam von einer „Zäsur, auf die viele Menschen in Brandenburg seit Jahren hingearbeitet haben“. Damit habe sich die Hoffnung zahlreicher Brandenburger, einen neuen Job zu finden, durch die gute Wirtschaftsentwicklung erfüllt.

Nachdem die Zahl der Arbeitslosen in Brandenburg Ende Mai noch bei über 202.500 gelegen hatte, sank diese in diesem Monat auf rund 195.600. Die Erwerbslosenquote sank auf 14,5 Prozent. Zudem ist das Beschäftigungswachstum mit einem Plus von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr in keinem anderen Bundesland so groß wie in Brandenburg.

Platzeck dankte sowohl den Unternehmen für den Mut zu Neueinstellungen als auch den Arbeitnehmern, die in den vergangenen Jahren durch so manchen Verzicht zum Wirtschaftsaufschwung beigetragen hätten. Der Ministerpräsident führte die positive Entwicklung aber auch auf die Arbeitsmarktreformen der rot-grünen Bundesregierung und auf die eigenen Anstrengungen der Landesregierung zurück. „Brandenburg ist in Bewegung geraten und die Neuausrichtung der Förderstrategie greift. Mit der Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung wird nun auch das Ziel all unserer Bemühungen augenfällig“, so der Ministerpräsident. Platzeck weiter wörtlich: „Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze steigt seit Monaten und die Erwerbslosigkeit geht deutlich zurück. Das sind Indizien einer nachhaltigen Entwicklung.“

Der Ministerpräsident warnte zugleich davor, die guten Juni-Zahlen als ein Ruhekissen misszudeuten und in den Anstrengungen gegen Arbeitslosigkeit nachzulassen. „Immer noch gibt es zu viele Langzeitarbeitslose in Brandenburg. Das gestern von Bundesminister Franz Müntefering vorgestellte Bundesprogramm Kommunal-Kombi ist vor diesem Hintergrund ein wichtiger Schritt für neue Beschäftigungschancen Langzeitarbeitsloser auch in unserer Region.“ Platzeck verwies darauf, dass angesichts des Konjunkturaufschwungs auch der zunehmende Fachkräftebedarf deutlicher hervor trete. Er appellierte vor allem an junge Leute: „Jobwachstum und Fachkräftebedarf zeigen, dass Sie in Brandenburg Chancen haben, wenn Sie motiviert und leistungsbereit sind.“