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Platzeck in Genshagen - Gedenktafel enthüllt

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veröffentlicht am 21.06.2007

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat die Arbeit des Berlin-Brandenburgischen Instituts für deutsch-französische Zusammenarbeit in Genshagen gewürdigt. Es bringe die ostdeutschen Belange in den Dialog zwischen Deutschland und Frankreich ein, sagte Platzeck am Donnerstag in Genshagen. Der Regierungschef nahm an einer außerordentlichen Sitzung des Stiftungskuratoriums teil, dessen Vorsitzender er ist. Am neuen Büro- und Gästehaus enthüllte Platzeck eine Tafel zum Gedenken an die 2003 verstorbene Institutsdirektorin Brigitte Sauzay. Nach der geplanten Fertigstellung im August wird das Gebäude dann „Brigitte-Sauzay-Haus“ heißen. Platzeck hielt anschließend eine Rede auf der Feier zum 75. Geburtstag von Institutsleiter Rudolf von Thadden.

Der Ministerpräsident sagte beim Festakt, der Name Sauzays stehe für den deutsch-französischen Dialog. Das Wirken von Frau Sauzay könne auch in Zukunft als Vorbild dienen, um das Ziel eines vereinigten Europas zu erreichen. Sauzay war Dolmetscherin von drei französischen Präsidenten. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder holte sie 1998 als Beraterin für die deutsch-französischen Beziehungen nach Berlin.

Bei der Festveranstaltung bezeichnete Platzeck von Thadden als „großen Europäer“, der sich um die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich sowie um die Versöhnung mit Polen verdient gemacht habe. Von Thadden war kürzlich der Brandenburger Landesverdienstorden verliehen worden.

Stifter des Instituts sind das Land Brandenburg, das das Schloss Genshagen und den umliegenden Schlosspark in die Stiftung einbrachte, sowie die Bundesregierung, die sich zu einer dauerhaften Förderung des Instituts bereit erklärte. Zweck der Stiftung Genshagen ist die Förderung der Völkerverständigung und des Dialogs in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Ausdrückliches Ziel der Stiftung ist es, die deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa, insbesondere mit Blick auf die östlichen Nachbarn, zu vertiefen.

Im Neubau entstehen Büros und Gästezimmer. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) stellte 650 000 Euro zur Verfügung. Sie fließen auch in die Restaurierung des Schlossparks.