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Platzeck Schirmherr über Jesse-Owens-Memorial-Staffellauf in Dallgow-Döberitz (Kreis Havelland)

veröffentlicht am 15.06.2007

ach dem großen Erfolg des vergangenen Jahres hat Ministerpräsident Matthias Platzeck in diesem Jahr erneut die Schirmherrschaft für die Schüleraktion „Jesse Owens Memorial Staffellauf“ übernommen. Morgen wird im ehemaligen Olympischen Dorf in Elstal der Spiele von 1936 zum zweiten Mal ein Lauf für Toleranz und Völkerverständigung und gegen Rassismus starten. Sportstaatssekretär Burkhard Jungkamp wird vor Ort den Startschuss geben.

„Diese bemerkenswerte Initiative schlägt durch den historischen Bezug eine aktuelle Brücke zum Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit“, sagt Platzeck. Die Idee zu dem Gedächtnislauf kam von der Schülerin Helena Reinsch, die im nahegelegenen Gymnasium Dallgow-Döberitz zur Schule geht. Aufgerufen zur Teilnahme sind Staffelteams aus den Schulen in Berlin und Brandenburg.

Als ihre Schule, das Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz, eine Projektwoche zum Thema „Sport" veranstaltete, gestaltete Helena Reinsch ein Poster über Jesse Owens und rief dazu auf, das Olympische Dorf zu einer Stätte der Begegnung zu machen. Dazu gründete sie die Jesse-Owens-Initiative. Sie warb unter Mitschülern und deren Eltern, in Sport, Politik und Wirtschaft um Unterstützung.

Jesse Owens hatte im Jahr 1936 anlässlich der Olympischen Spiele von Berlin im Olympischen Dorf in Elstal gewohnt. Für die Schülerin Helena Reinsch war dieses Ereignis Ausgangspunkt, sich intensiver mit dem ehemaligen Geschehen zu beschäftigen. Der junge Leichtathlet aus Amerika war bei den Olympischen Spielen von Berlin in vier Disziplinen Olympiasieger geworden: im 100-m-Lauf, im 200-m-Lauf, im Weitsprung und mit der 4x100-m-Staffel. Der 22-Jährige aus Cleveland in Ohio durchkreuzte mit seinen Erfolgen die ideologische Selbstinszenierung des NS-Regimes. Owens engagierte sich später für benachteiligte Kinder und wurde Sport-Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika. Er bekräftigte immer, dass nicht Herkunft oder gar Hautfarbe, sondern die ganz persönliche Leistung Menschen voneinander unterscheiden.