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Platzeck: Wachstumsbasis verbreitern

veröffentlicht am 06.06.2007

Ministerpräsident Matthias Platzeck sieht die Wirtschaftslage in Brandenburg optimistisch. Beim Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer Potsdam betonte er, dass die brandenburgische Wirtschaft mit einem guten Start ins Jahr 2007 an das gute Ergebnis des Vorjahres anknüpfe. Jüngste Wachstumsprognosen und die Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern der Region zeigten, dass die derzeitige Geschäftslage von den Firmen in allen Branchen „auf breiter Basis als gut und befriedigend“ eingeschätzt werde. Die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten wachse. Brandenburg verzeichne die niedrigste Arbeitslosenquote seit elf Jahren.

Auf dem Jahresempfang rief der Ministerpräsident dazu auf, nun die Wachstumsbasis der Brandenburger Wirtschaft zu verbessern. Niemand dürfe sich zurücklehnen. Vor allem Langzeitarbeitslose profitierten noch zu wenig von der Aufwärtsentwicklung. Zudem müssten alle verantwortlichen Akteure im Land den einsetzenden Fachkräftemangel in den Griff bekommen.

Optimistisch äußerte sich Platzeck zu den Möglichkeiten der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Platzeck wörtlich: „Unser Kurs ist klar und berechenbar. Ich sehe weiterhin erhebliche Potenziale auf dem Weg hin zu einer gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensregion. “

Enttäuscht zeigte sich Platzeck über die jüngste Ablehnung der bereits vereinbarten Fusion der Wirtschaftsfördergesellschaften durch Berlin.
Platzeck wörtlich: „Wer heute einen „faulen Kompromiss“ nennt, was gestern noch gemeinsame Sache war, wer heute davon redet, dass der Stärkere sich durchsetzen muss, muss sich fragen lassen, ob er noch Interesse an der Gestaltung der gemeinsamen Region hat.“
Solche Äußerungen seien Wasser auf die Mühlen deren, die von einem vertrauensvollen Miteinander unserer Länder seit jeher nichts halten.

Für die Landesregierung nahmen auch die Minister Ulrich Junghanns (Wirtschaft), Holger Rupprecht (Bildung), Dagmar Ziegler (Arbeit), Jörg Schönbohm (Innen) und Reinhold Dellmann (Infrastruktur) am IHK-Empfang teil.