www.stk.brandenburg.de

Platzeck würdigt Buchpatenschaftsmodell: Wertvolle Bücher der Landesbibliothek erhalten

veröffentlicht am 08.05.2007

Ministerpräsident Matthias Platzeck wertet die Initiative Buchpaten an der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam als „bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne“. 124 Buchpaten konnten binnen 10 Jahren 391 gefährdete Bücher vor dem weiteren Zerfall retten. Sie hatten für die Restaurierungen 133.000 Euro gespendet. „So manches seltene Druckwerk zur brandenburgischen Landesgeschichte konnte damit der Nachwelt erhalten bleiben“, sagte Platzeck in Anwesenheit zahlreicher Paten auf der Festveranstaltung zum 10jährigen Bestehen der Initiative. „Es ist nunmehr wieder eine Zierde und Schmuckstück der Bibliothek zur Freude aller Bücherfreunde.“

Bemerkenswert fand der Ministerpräsident die große Resonanz, der bereits kurz nach der Auflegung des Buchpatenprogramms einsetzte. „Ganz normale Bürger wollten Buchpatenschaften übernehmen, schon mit relativ bescheidenen finanziellen Mitteln konnte man ein Stück Kulturgut retten“, so Platzeck. „Mit ihrem Bekenntnis zum Buch wollten sie auch ihre Verbundenheit zur Stadt Potsdam und zum Land Brandenburg zum Ausdruck bringen.“

Ein Freund des Lesens, egal ob Jugendlicher oder Erwachsener, komme an dem reichhaltigen Bücherfundus der Stadt- und Landesbibliothek nicht vorbei, ergänzte der Ministerpräsident. Kaum eine Bibliothek könne heute jedoch den Auftrag, ihren wertvollen Altbestand zu erhalten, selbst oder ausschließlich mit der Unterstützung ihrer Träger bewältigen. „Gerade deshalb sind kreative Ideen der Kultureinrichtungen und bürgerschaftliches Engagement unverzichtbar für unsere lebendige Kulturlandschaft. Das Projekt ‚Buchpaten gesucht’ der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam zeigt, wie gut solche Eigeninitiativen funktionieren“, sagte Platzeck.

Notwendig wurden die Restaurierungen, weil Bücher wie andere Kunstschätze natürlichen Alterungsprozessen unterliegen. Platzeck zeigte sich sehr zufrieden, dass „die Länder Berlin und Brandenburg gerade im Begriff sind, ein Kompetenzzentrum für Bestandserhaltung aufzubauen, um Know-how und Kontakte in der Sache zu vermitteln und ein Netzwerk in der Region zu fördern.“