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Platzeck bei Eröffnung des Werkes Sun One der Odersun AG – „Hier spielt Zukunftsmusik“

veröffentlicht am 19.04.2007

Frankfurt (Oder) hat sich nach Einschätzung von Ministerpräsident Matthias Platzeck zu einer der ersten Adressen für Solartechnik in Deutschland entwickelt. Hier spiele die Zukunftsmusik, sagte er heute in Anwesenheit von Bundesminister Wolfgang Tiefensee in Frankfurt bei der Eröffnung des Werkes Sun One der Odersun AG.

Insgesamt seien in den vergangenen Jahren sechs Hersteller von Solarmodulen nach Brandenburg gekommen, drei davon nach Frankfurt (Oder), die anderen nach Luckenwalde, Brandenburg an der Havel und Prenzlau, sagte Platzeck. „Gestern kam die Nachricht, dass sich eine kanadische Firma für Photovoltaik mit einer Produktionsstätte in Eisenhüttenstadt ansiedeln und bis 2010 rund 75 Arbeitsplätze schaffen wird.“ Platzeck: „So viel Solarindustrie gibt es in keinem anderen Bundesland.“ Erfreulich sei auch die Tatsache, dass die Unternehmen einen Großteil ihrer Beschäftigten aus der Region rekrutierten.

Platzeck wörtlich: „Sie fanden hier in Frankfurt(Oder) alles, was die Unternehmen dieser Sparte brauchen: eine bis in DDR-Zeiten zurückreichende Halbleitertradition, gut ausgebildete Fachleute für Mechatronik sowie Halbleiter- und Verfahrenstechnik, viel Platz, politische Unterstützung vor Ort und durch das Land sowie Regionalbeihilfen aus Brüssel.“ Diese Entwicklung sollte auch aufgrund dessen, dass deutsche Solartechnik inzwischen ein Exportschlager ist, forciert werden.

„Wenn wir den Spagat zwischen unbedingt notwendigem Klimaschutz und mehr wirtschaftlichem Wachstum bei knapper werdender Energie meistern wollen, dann müssen wir auf Forschung, Entwicklung und neue Technologien setzen“, betonte Platzeck. In Berlin-Brandenburg hätten sich in den vergangenen Jahren – auch dank der Dichte der Forschungseinrichtungen - einige Schlüsseltechnologien und -branchen angesiedelt, die ganz spezielle Antworten auf die Energiefrage der nächsten Dekaden geben könnten. „Wir sind eine Vorreiterregion auf dem Gebiet der Energiewirtschaft und der Klimafolgenforschung. In dieser Verbindung liegen Verpflichtung und Chance Brandenburgs zugleich“, so Platzeck.

Bundesminister Wolfgang Tiefensee sagte: „Die Werkseröffnung der Odersun AG in Frankfurt ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Photovoltaik-Industrie in den neuen Bundesländern boomt. Der Osten Deutschlands hat sich zu einem der führenden Standorte dieser Branche entwickelt, knapp 30 Unternehmen haben sich bereits etabliert. In der Region Frankfurt (Oder) entstehen nicht nur neue Arbeitsplätze, hier etabliert sich ein hochmodernes industrielles Netzwerk. Die Bundesregierung wird sich auch weiterhin nach Kräften dafür einsetzen, dass die erneuerbaren Energien bei der wirtschaftlichen Entwicklung der neuen Bundesländer eine hervorragende Rolle spielen."