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„Das Wunder von Mühlberg": Woidke und Vogel erinnern an die Jahrhundertflut vor 20 Jahren - Dank an Helfer und Einsatzkräfte

veröffentlicht am 19.08.2022

Die Existenz tausender Menschen wurde gerettet und eine ganze Region vor unsäglichem Leid bewahrt: Im August 2002 war es den Einwohnern und Helfern während der Elbeflut gelungen, den durchweichten Deich zu verteidigen und die Stadt Mühlberg sowie weite Teile des Landkreises Elbe-Elster vor den Wassermassen zu retten. Dies wird bis heute als das „Wunder von Mühlberg" umschrieben. Ministerpräsident Dietmar Woidke und Umweltminister Axel Vogel erinnerten heute auf der Gedenk- und Ehrenamtsveranstaltung in Mühlberg an die dramatischen Ereignisse, die sich zum 20. Mal jähren.


Woidke dankte den „Heldinnen und Helden Mühlbergs, die damals all ihre Kraft gaben und Übermenschliches leisteten. Sie haben sich untergehakt und gemeinsam mit den Vertretern von Land, Kommune und Krisenstab das `Wunder von Mühlberg` ermöglicht. Brandenburg hat mehrere schlimme Hochwasser-Katastrophen durchlebt und dank großem Einsatz auch bewältigt."


Vogel sagte: „Das Hochwasser 2002 war ein Katalysator für die umfangreichen Deichsanierungsprogramme an der Elbe. Die Defizite wurden schnell nach dem Ereignis aufgearbeitet und der Masterplan Elbe ins Leben gerufen. Rund um Mühlberg konnten bis jetzt etwa 13,5 von insgesamt 23 Kilometern Elbehauptdeichen fertig gestellt werden. Dafür wurden bereits mehr als 34 Mio. Euro allein in den Bau investiert. Bis zum Jahresende werden noch einmal rund 5 Kilometer fertig gestellt sein. Insgesamt hat das Land von 1997 bis Ende 2021 über 582 Mio. Euro in Deichbaumaßnahmen investiert, 181 Mio. alleine an der Elbe."


In Mühlberg hatte die aus Sachsen kommende Hochwasserwelle am 17. August 2002 mit 9,98 Metern einen Rekordstand erreicht, vier Mal höher als sonst im Sommer. Kurz zuvor wurde die Stadt mit 4.000 Bewohnern evakuiert. Als die Flut die zehn Meter hohe Deichkrone erreichte, wurde diese mit Sandsäcken verstärkt. Die durchgeweichten Dämme hielten. Binnen weniger Tage mussten Millionen Sandsäcke gefüllt, Gerätschaften organisiert und Ortschaften teilweise evakuiert werden.


Hinweis: Ministerpräsident a.D., Matthias Platzeck, musste seine Teilnahme kurzfristig absagen.

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 366.5 KB)