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Gorholt: Kooperationsprojekt „1918. Die vergessene Grenze“ vertieft deutsch-polnische Beziehungen

veröffentlicht am 15.09.2018

Das deutsch-polnische Kooperationsprojekt „1918. Die vergessene Grenze“ ist nach den Worten von Staatskanzleichef Martin Gorholt ein wertvoller Beitrag zum 100. Jahrestag der polnischen Unabhängigkeit und macht die  wechselvollen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen verstehbar. „Zugleich ist  es wichtig für die Aufarbeitung dieses Teils der europäischen Geschichte und für die grenzüberschreitende Verständigung“, sagte der Staatssekretär heute bei der Eröffnung der Ausstellung „Zwischen nationalem Stil und Moderne. Architektur der Zwischenkriegszeit in Frankfurt und Posen“ auf Schloss Trebnitz im Landkreis Märkisch-Oderland.


Ziel des Projektes ist es, mit unterschiedlichen Medien – Architektur, Literatur, Fotografie und wissenschaftlichem Diskurs - jene Grenzziehung zu rekonstruieren und zu erinnern, die nach Ende des Ersten Weltkriegs Polen und Deutschland geographisch veränderte. Die Ausstellung ist das erste von mehreren Teilvorhaben im Rahmen des Kooperationsprojektes, das unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, des Marschalls der Wojewodschaft Großpolen, des Posener Stadtpräsidenten, des Frankfurter Oberbürgermeisters und des Słubicer Bürgermeisters steht.


Ministerpräsident Dietmar Woidke und das Europaministerium unterstützen das Vorhaben zudem mit jeweils 5.000 Euro aus Lottomitteln.


Gorholt sagte, die 2.000 Kilometer lange damalige Grenze sei Ausdruck und Sinnbild der einst belasteten Nachbarschaft. „Sie ist ein wichtiger Bestandteil der deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte und deshalb auch ein wichtiger Erinnerungsort. Durch das Kooperationsprojekt wird Vergessenes sichtbar gemacht, Abgelegenes ins Zentrum der europäischen Geschichte gerückt und Verbindendes herausgearbeitet.“


Das Projekt zeigt auch die Vielfalt der heutigen deutsch-polnischen Beziehungen: „Lehrende und Studierende werden zu gemeinsam Forschenden über Landesgrenzen hinweg. Kulturschaffende und Stadtverantwortliche in polnischen und deutschen Nachbarstädten ziehen an einem Strang, grenzüberschreitend wird Kultur vermittelt. Dafür gebührt allen Beteiligten beiderseits der Oder ein großes Dankeschön!“


Das Projekt besteht aus fünf Teilvorhaben. Neben der Architekturausstellung gehören dazu ein Architekturführer, ein Reiseführer entlang der alten Grenze, ein Seminar an der Viadrina mit Exkursionen für Studierende und eine internationale Konferenz zum Thema sowie zwei Fotoausstellungen..


Die Ausstellung „Zwischen nationalem Stil und Moderne. Architektur der Zwischenkriegszeit in Frankfurt und Posen“ ist mobil und wird bis zum 12.10. in Trebnitz und anschließend in Frankfurt (Oder), Poznan und Slubice zu sehen sein.


Weitere Informationen unter www.1918-2018.eu/

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 128.9 KB)