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Woidke in Peking eingetroffen

Treffen mit Vertretern aus Brandenburger Wirtschaft und Wissenschaft – Politische Gespräche am Montag

veröffentlicht am 09.09.2018

Ministerpräsident Dietmar Woidke ist heute zum Auftakt seines sechstägigen Arbeitsbesuches in der Volksrepublik China in Peking eingetroffen. Bei seinen Gesprächen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft geht es nach seinem Aufenthalt in der chinesischen Hauptstadt vor allem um eine Vertiefung der Beziehungen mit der Partnerprovinz Hebei. Die Partnerschaftserklärung zwischen Brandenburg und Hebei war im Juni 2015 während Woidkes erster China-Reise unterschrieben worden. Er fährt am Dienstag in die nordchinesische Provinz, die Peking umschließt. Dort stehen die Provinzhauptstadt Shijiazhuang sowie die Städte Tangshan und Zhang-jiakou auf dem Besuchsprogramm.

Heute Abend (Ortszeit) traf sich Woidke in Peking mit der Brandenburger Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation, die sich zeitgleich in China aufhält. Organisiert von der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), gehören ihr Vertreter von 22 Firmen und Wissenschaftseinrichtungen sowie der IHK Potsdam an.

Woidke sagte dabei: „Brandenburg hat eine hochkarätige Delegation aufgeboten, um die Kontakte in China auszubauen. Schon jetzt gibt es mehr als 300 brandenburgische Firmen, die Geschäfte in dem asiatischen Land abwickeln oder dies planen. Und das Potential ist groß. Denn China ist nicht nur attraktiv für Brandenburg, China kann auch von Brandenburg profitieren. Das sieht man an der Zusammensetzung der Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation: Bei Zukunftsthemen wie Energiewende und Digitalisierung, aber auch in Bereichen wie Verkehr, Logistik und Eisenbahntechnologie sind Brandenburger Unternehmen weltweit konkurrenzfähig. Das Gleiche gilt für unsere Wissenschaftseinrichtungen."

Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Hendrik Fischer sagte: „Brandenburg ist als Investitionsstandort ebenso wie als Wirtschaftspartner interessant. Bei uns gibt es eine ganze Reihe hoch spezialisierter Unternehmen, die sich für Kooperationen anbieten. Unsere Reise ermöglicht es der brandenburgischen wie auch der chinesischen Seite, neue Geschäftspartner kennenzulernen. In der Vergangenheit hat sich das schon für viele Unternehmen ausgezahlt. Ich bin überzeugt, dass wir in den kommenden Tagen weitere solcher für beide Seiten nutzbringende Partnerschaften anbahnen können."

WFBB-Geschäftsführer Sebastian Saule sagte: „China ist ein Land mit hohem wirtschaftlichen Potenzial. Deshalb sind wir dort seit Jahren aktiv, nicht nur in Sachen Investorenakquise. Wir unterstützen Brandenburger Unternehmen gezielt bei der Suche nach Kooperationspartnern sowie bei der Vertiefung ihrer bestehenden Kontakte. In der von uns betreuten Delegation sind viele Unternehmen dabei, die schon seit Jahren erfolgreich mit chinesischen Partnern zusammenarbeiten, zum Beispiel die Lausitzer Klärtechnik (LKT) oder Comde-Derenda. Der zunehmende Handel zwischen Brandenburg und China zeigt, dass sich die kontinuierliche Pflege der Beziehungen auszahlt."

Auf der Unternehmensreise ist die Unterzeichnung mehrerer Kooperationsvereinbarungen und Verträge geplant. Morgen wird die WFBB mit der China Federation of Industrial Economics und deren Tochter Cniecloud Data in Peking ein Dokument signieren, um Unternehmen beider Seiten für gemeinsame Projekte zusammenzuführen, unter anderem im Rahmen der chinesischen „Belt & Road Initiative", der „neuen Seidenstraße". Für den Workshop mit CFIE, ein erstes Projekt im Rahmen dieser Kooperation, haben sich mehr als 120 Unternehmen angemeldet.

IndustryStock.com, ein Industrieportal mit intelligenten Suchmaschinen für Produkte und Dienstleistungen mit Sitz in Cottbus, unterzeichnet mit chinesischen Partnern drei Absichtserklärungen. Ein Projekt sieht vor, Unternehmen außerhalb Chinas in 16 Sprachen digitalen Zugang zu allen Industrieprojekten im Rahmen der „Belt & Road Initiative" zu verschaffen und ihnen den Zugang zum chinesischen Markt zu erleichtern. Bei einem weiteren Projekt sollen  chinesische Studierende Zugriff auf eine Matching-Plattform für Studenten und Absolventen aus aller Welt erhalten, die in anderen Ländern Praktikumsplätze in Industrieunternehmen suchen. (Weitere Informationen Silvio.Haase@IndustryStock.com)

Am Montag trifft Woidke in Peking unter anderen Vertreter der deutschen politischen Stiftungen und informiert sich über deren Zusammenarbeit mit der chinesischen Zivilgesellschaft. Ferner ist ein Austausch mit Experten zum Thema „Der chinesische Weg der industriellen Erneuerung" vorgesehen.  

Auf dem Programm steht auch ein Treffen von Woidke mit Vertretern des Organisationskomitees der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. Ein Teil der Wettkämpfe wird in Zhangjiakou (Hebei) ausgetragen. Zeitgleich mit der Reise von Woidke hält sich eine Delegation der Brandenburgischen Sportjugend in Peking auf, die seit 2010 mit der Beijing Youth Federation zusammenarbeitet. Seither haben über 550 Jugendliche und Mitarbeiter aus dem Jugendbereich aus beiden Ländern an einem Austausch  teilgenommen. An diese Erfahrungen soll angeknüpft und ausgelotet werden, ob im Rahmen eines Volunteerprogramms Jugendliche aus Brandenburg an den Winterspielen 2022 teilhaben können. Zudem will sich die Sportdelegation Sportstätten für die Olympischen Spiele ansehen.

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 201.4 KB)