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Welt-Aids-Tag am 1. Dezember: Solidarität und Toleranz –
Rote-Schleifen-Aktion mit Vertretern der Landesregierung

veröffentlicht am 30.11.2016

Zum (morgigen) Welt-Aids-Tag fordern Ministerpräsident Dietmar Woidke und Gesundheitsministerin Diana Golze Solidarität und Toleranz für HIV-Infizierte und an Aids erkrankte Menschen. Betroffene würden noch immer zu oft diskriminiert, isoliert oder sozial ausgegrenzt. Es sei wichtig, die Bevölkerung weiter über die Krankheit aufzuklären und Verständnis zu zeigen. Die zentrale Botschaft der Welt-Aids-Tags-Kampagne #positivzusammenleben lautet in diesem Jahr: „Mit HIV kann man heute leben. Mit Diskriminierung nicht." An dem Aktionstag werden weltweit rote Schleifen als Symbol der Solidarität verteilt. Daran beteiligen sich in Potsdam Gesundheitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt und Chef der Staatskanzlei, Thomas Kralinski. Sie sammeln dabei Spenden für die Aidshilfe Potsdam.


In Brandenburg leben nach aktuellen Schätzungen des Robert Koch-Instituts über 360 HIV-Infizierte und an Aids erkrankte Menschen. Der Großteil von ihnen lebt mit dem Virus, ohne es zu wissen: Etwa 240 Betroffene haben bisher keine HIV-Diagnose. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben sich im vorigen Jahr etwa 80 Menschen neu mit HIV infiziert.


Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte: „Aids bleibt trotz aller Fortschritte der Medizin eine schwere Krankheit. Die Menschen, die unter ihr zu leiden haben, und ihre Angehörigen tragen eine drückende Last. Deshalb ist es so wichtig, gerade junge Leute über die Gefahren der Übertragung aufzuklären. Aids darf kein Tabu-Thema sein! Auf der anderen Seite brauchen Erkrankte Zuwendung, Solidarität und Akzeptanz. Dies immer wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, bleibt eine wichtige Aufgabe."


Gesundheitsministerin Diana Golze: „Heute gibt es hochwirksame Therapien und Medikamente. Deutschland zählt zu den Ländern Europas mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten. Das haben wir auch der erfolgreichen Präventionsarbeit in den vergangenen Jahren zu verdanken. Aber trotz der intensiven Aufklärungsarbeit bestehen noch immer große Vorurteile. ‎Diskriminierung, Mobbing und Gewalt gegen Menschen mit HIV sind nicht zu akzeptieren! Sie verdienen Respekt und Akzeptanz. Ängste vor Ansteckungen im Alltag sind unbegründet. In alltäglichen Situationen besteht kein Risiko, andere Menschen anzustecken, da HIV ein schwer zu übertragendes Virus ist. So kann auch jeder Beruf mit einer HIV-Infektion ausgeübt werden. Wichtig ist aber, dass nach einer möglichen Infektion ein HIV-Test durchgeführt wird. Wer sich unsicher ist, zum Beispiel nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr, sollte sich beraten und einen HIV-Test machen lassen. In Brandenburg ist die Untersuchung kostenlos und anonym in allen Gesundheitsämtern sowie bei den Aids-Hilfen in Potsdam und Cottbus möglich."


Die Landesregierung unterstützt die HIV/Aids-Arbeit in Brandenburg jährlich mit 190.000 Euro. 


ACHTUNG Medienvertreter:An der Aktion Rote Schleifen und Spenden-Sammeln beteiligen sich am 1.12.
in Potsdam:



  • 09:00 Uhr -       Gesundheitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt; 
    Bahnhofspassagen, Rolltreppe vor Buchladen P&B

  • 10:30 Uhr -       Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Thomas Kralinski;           Bahnhofspassagen, Rolltreppe vor Buchladen P&B 

  • Weitere Informationen zum Thema im Internet unter www.aidshilfe-potsdam.de und www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/hiv_node.html