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Woidke Schirmherr über deutsch-polnische Geschichtskonferenz zur Ahndung von NS-Verbrechen

veröffentlicht am 24.11.2016


Ministerpräsident Dietmar Woidke hat die Schirmherrschaft über eine deutsch-polnische Geschichtskonferenz zur internationalen Ahndung von NS-Verbrechen übernommen, die heute in Oranienburg und Berlin beginnt. 100 Wissenschaftler und Experten aus beiden Ländern sprechen bis Samstag über die Geschichte der ersten NS-Prozesse und deren Bedeutung für die weitere Strafverfolgung von NS-Tätern.


Woidke, der auch Polen-Koordinator der Bundesregierung ist, begründete die Übernahme der Schirmherrschaft: „Die Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus stehen für unvorstellbare Barbarei und millionenfachen Mord. In Nürnberg begann im November 1945 ein Strafverfahren, das damals einer breiten Öffentlichkeit die entsetzlichen NS-Verbrechen ins Bewusstsein rückte. Ich bin der Brandenburgischen Gedenkstättenstiftung und dem Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften dankbar für die Initiative zu dieser Konferenz. Angesichts der dunklen Kapitel unserer Geschichte ist das gemeinsame Wirken von Historikern unserer beiden Länder von unschätzbarem Wert."


Die Konferenz findet sowohl in der Gedenkstätte Sachsenhausen als auch im Rathaus Berlin-Pankow statt. Dort tagte 1947 ein sowjetisches Militärtribunal, das die Verantwortlichen der Kommandantur des Konzentrationslagers Sachsenhausen aburteilte.