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Woidke: Aufarbeitung der DDR-Geschichte bleibt politischer Auftrag – Treffen mit SED-Verfolgtenverbänden und Initiativen

veröffentlicht am 18.11.2016

Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte bleibt nach Worten von Ministerpräsident Dietmar Woidke für Brandenburgs Landesregierung politischer Auftrag. Beim jährlichen Treffen mit Vertretern von SED-Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen am gestrigen Donnerstagabend in der Potsdamer Staatskanzlei verwies Woidke auf den Härtefallfonds zur Unterstützung von in der DDR politisch Verfolgten, den Brandenburg als bislang einziges Bundesland auf den Weg gebracht hat. Woidke teilte mit, dass die Mittel dafür von derzeit 30.000 auf 50.000 Euro jährlich erhöht werden sollen. 


Zudem bekenne sich die Landesregierung dazu, dass die Erinnerungskultur auch weiterhin fester Bestandteil des Unterrichtsalltags an Brandenburger Schulen sein soll. Woidke: „Um diesen Themenbereich im Geschichtsunterricht zu stärken, werden wir die Zeitzeugenarbeit an Schulen weiter angemessen finanzieren und das bewährte System der Gedenkstättenlehrkräfte erhalten.“


Für Woidke ist die Erinnerungskultur ein wichtiger Teil im Geschichtsbewusstsein des Landes: Es gebe insgesamt mehr als 70 Gedenkstätten, Erinnerungsorte und Museen, die sich mit zeitgeschichtlichen Ereignissen beschäftigen. Woidke nannte die Gedenkstätten in Sachsenhausen und Ravensbrück, die Erinnerungsorte an Schauplätzen des Zweiten Weltkrieges in Halbe und den Seelower Höhen und die Mauer-Stelen in Potsdam. „Besonders hervorzuheben ist die diesjährige Sonderausstellung zum Militärgefängnis in Schwedt sowie die breit aufgestellte und verbesserte Förderung des Menschenrechtszentrums in Cottbus. Ich freue mich, dass es zum ersten Preisträger des 2016 neu ins Leben gerufenen Brandenburger Freiheitspreises gekürt wurde.“