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Landesregierung zieht positive Bilanz bei Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

Zu den Ergebnissen der Kabinettsitzung teilt Regierungssprecher Florian Engels mit:

veröffentlicht am 08.11.2016


Die Landesregierung hat heute eine positive Bilanz zur Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Ausländerinnen und Ausländer  gezogen. Ein Jahr nach Inkrafttreten des Bundesgesetzes zur Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher stellte das Kabinett fest, dass die entsprechenden Verfahren im Land gut funktionierten. Wesentliche Gründe dafür sind das hohe Engagement der örtlichen Betreuerinnen und Betreuer sowie die gute Zusammenarbeit zwischen dem zuständigen Jugendämtern und dem Jugendministerium.


Bildungsminister Günter Baaske: „Das Land Brandenburg hat diese spezielle Herausforderungen gut gemeistert. Gerade die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge bedürfen der besonderen Fürsorge und Betreuung. Ich danke allen hauptamtlichen und freiwilligen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz.“


Die Zahl der unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge ist innerhalb eines Jahres von 649 auf 1.530 (Stand 1.11.2016) gestiegen. Das entspricht 78,7 Prozent der Brandenburger Aufnahmequote. Kamen die jugendlichen Flüchtlinge bisher vor allem aus Afghanistan und Syrien, ist seit September 2016 ein verstärkter Zuzug aus afrikanischen Ländern zu verzeichnen.


Die Flüchtlinge werden zum überwiegenden Teil in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe betreut. In allen Landkreisen und kreisfreien Städten sind neue Einrichtungen aufgebaut oder die Kapazitäten bestehender Einrichtungen erweitert worden. Die Kosten für die Versorgung und Betreuung übernimmt das Land. Im Jahr 2016 wurden den örtlichen Trägern der Jugendhilfe bisher 28,01 Millionen Euro erstattet.