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Goya-Ausstellung „Die Schrecken des Krieges“ in Cottbus – Staatskanzleichef und Botschafter eröffnen gemeinsam

veröffentlicht am 07.10.2016

Francisco de Goya in Cottbus: Staatskanzleichef Thomas Kralinski hat heute gemeinsam mit dem spanischen Botschafter, S.E. Juan Pablo Garcia-Berdoy Cerezo, im Kunstmuseum Dieselkraftwerk die Ausstellung „Los desastres de la guerra Die (Schrecken des Krieges)“ mit Werken des weltberühmten spanischen Künstlers eröffnet. Kralinski nannte die Radierungen angesichts einer weltweiten Eskalation von Krieg, Gewalt und Terror „hochaktuell“.

Das Museum hat aufgrund der gegenwärtigen Weltlage kurzfristig sein Programm geändert und zeigt neben der Goya-Ausstellung zeitgleich zwei weitere Expositionen zum Thema Krieg und seine Folgen. Kralinski: „Damit zeigt das Museum, dass es auf Aktualität reagiert. Das ist wichtig, um mit allen Mitteln denen entge-genzutreten, die die Zunahme von Krieg, Flucht und Vertreibung instrumentalisie-ren, um ihre menschenfeindlichen Parolen in unsere Gesellschaft hineinzutragen.“

Die Bilder Goyas aus den Jahren 1810-1814 zeugen von Krieg als einem Verbre-chen gegen die Menschlichkeit. Die zweite Ausstellung trägt den Titel „Keiner hat uns gesagt, ihr geht in die Hölle“. Sie zeigt Fotografien und Grafiken von Richard Peter sen. und Wilhelm Rudolph von Dresden nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg sowie Bilder der nordsyrischen Stadt Kobane von Robin Hinsch aus dem Jahr 2015, ein Jahr nach einem Angriff durch die Terrormiliz IS.

Aus den frühen 1990er Jahren stammen die Bilder der fotografischen Dokumentation „Rechtsruck“ von Ludwig Rauch. Kralinski: „Rauchs Bilder zeigen die ersten sichtbaren, deutschlandweiten Anzeichen eines Rechtsrucks nach dem Fall der Mauer. In Anbetracht des Wiedererstarkens fremdenfeindlicher Bewegungen aufgrund der Zunahme von Menschen, die vor Krieg und Gewalt flüchten, gehört auch diese Facette zur Diskussion über Krieg und Kunst.“