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Golm: Motor für innovative Wirtschaftsentwicklung

veröffentlicht am 05.07.2016

Der Wissenschaftsstandort Golm soll ein Motor für innovative Wirtschaftsentwicklung in Brandenburg werden. Um die Weiterentwicklung des Standorts zügig und koordiniert voranzubringen, gründen die Landeshauptstadt Potsdam und die Universität Potsdam gemeinsam eine neue Standortmanagement-Gesellschaft. Das brandenburgische Wirtschaftsministerium hat sich bereit erklärt, das neue Standortmanagement von 2017 bis 2022 jährlich mit bis zu 750.000 Euro zu unterstützen. Darüber hat Wirtschaftsminister Albrecht Gerber heute das Kabinett informiert.

Golm ist mit drei Max-Planck- und zwei Fraunhofer Instituten, der Universität Potsdam, dem Technologie- und Gründerzentrum Go:IN, innovativen kleinen und mittleren Unternehmen sowie mit seinen 2.500 Beschäftigten und rund 9.000 Studierenden der größte und perspektivenreichste Wissenschafts- und Technologiepark in Brandenburg. „Unser Ziel ist, dass sich Golm zu einem prosperierenden Innovationsstandort mit einer starken Wissenschaft und einer starken Wirtschaft weiterentwickeln kann“, sagte Gerber. Die Voraussetzungen dafür seien in den vergangenen zwei Jahren geschaffen worden.

So wurde 2014 ein Projekt für eine Vergleichsstudie mit skandinavischen Standorten aufgelegt. Deren Ergebnis ist, dass sich ein Technologiepark in der Regel erst ab einer Größe von etwa 30.000 Quadratmetern wirtschaftlich trägt. Außerdem werden in der Studie eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen. Eine ebenfalls 2014 eingerichtete Task Force unter Mitwirkung der Stadt Potsdam, verschiedener Ministerien – neben dem Wirtschaftsministerium sind dies das Wissenschaftsministerium, das Finanzministerium und das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz –, des Golmer Standortmanagements, der ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg und der Investitionsbank des Landes Brandenburg hat seither die Weiterentwicklung des Standorts vorangetrieben.
Die Landeshauptstadt Potsdam schafft derzeit die infrastrukturellen Voraussetzungen für den Neubau eines zweiten öffentlichen, aber frei finanzierten Technologie- und Gründerzentrums (Go:IN II). Zudem sollen mit der neuen Standortmanagement GmbH Kooperation und Transfer zwischen Unternehmen einerseits sowie Wissenschaft und Forschung andererseits vorangebracht, innovative Gründungen angeschoben sowie die Vernetzung verbessert werden. Außerdem soll die Internationalisierung und Vermarktung des Standorts gestärkt werden. Einen ersten Förderantrag will die neue Gesellschaft noch in diesem Quartal bei der Förderbank ILB stellen.

„Der Standort kann und soll durch gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten im Rahmen der Task Force vitalisiert und auf einen positiven Entwicklungspfad gebracht werden“, sagte Gerber. „Die dazu gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen werden dazu maßgeblich beitragen. Davon bin ich fest überzeugt.“