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Konferenz zum 25. Jahrestag des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages in Kreisau

Kralinski: Dichtes Netzwerk lebendiger Partnerschaft

veröffentlicht am 06.05.2016

Die heutige Normalität des Miteinanders zwischen Deutschen und Polen ist nach Überzeugung des Beauftragten für internationale Beziehungen, Staatssekretär Thomas Kralinski, nur durch ein dichtes Netzwerk lebendiger Partnerschaft möglich geworden. Kralinski sprach am Freitag auf einer Konferenz zum 25. Jahrestag des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages in Kreisau. Dabei äußerte er die Hoffnung, dass es noch in diesem Jahr zum Abschluss einer Partnerschaftserklärung zwischen Brandenburg und Niederschlesien kommt.

Kralinski erinnerte daran, dass es in den vergangenen Monaten sehr vielfältige und enge Kontakte mit Niederschlesien gegeben habe. Neben der gegenseitigen Tourismus-Werbung sei es auch gelungen, mit dem Kulturzug wieder eine direkte Verbindung zwischen Berlin und Breslau zumindest vorläufig zu installieren. Kralinski: „Diese Beispiele zeigen, dass die regionale Zusammenarbeit insbesondere der Grenzregionen der stabilisierende Faktor in den deutsch-polnischen Beziehungen ist. Gerade wenn es auf zwischenstaatlicher Ebene Meinungsverschiedenheiten oder auch Verständigungsprobleme gibt, ist es wichtig, auf der Ebene der Nachbarregionen ein stabiles Fundament in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit zu haben.“

Der Staatssekretär hob angesichts des bevorstehenden 71. Jahrestages des Kriegsendes auch die Bedeutung von politischer Bildungsarbeit mit jungen Menschen hervor, die selbst keine eigene Erinnerung an den Krieg haben. So engagiere sich Brandenburg als Nationaler Projektbeauftragter für das Deutsch-Polnische Geschichtsbuch. Zudem seien die Mittel für Klassenreisen Brandenburger Schülerinnen und Schüler zum besseren Kennenlernen des Nachbarlandes deutlich aufgestockt worden. Insgesamt 100.000 Euro stünden in diesem Jahr dafür zur Verfügung. Damit würden auch Besuche von KZ-Gedenkstätten unterstützt. Kralinski: „Für junge Menschen ist es wichtig, diese Orte kennenzulernen, um Geschehenes zu verstehen, aus der Geschichte zu lernen und um stark zu werden gegen Verharmlosung und rechtsextreme Tendenzen.“