Musikfesttage an der Oder – Mozart, Schostakowitsch und Brahms zum musikalischen Brückenbau in der Landesvertretung

Berlin – 08. März 2016 –

230 Gäste ließen sich vom Kammerkonzert „Musik aus Kreisau. Für Europa.“ im Rahmen der Musikfesttage an der Oder in den Räumlichkeiten der Landesvertretung verzaubern. Eröffnet wurde der Abend durch Staatssekretär Thomas Kralinski, der Gäste und Musiker/innen im Rahmen der Deutsch-Polnischen Musikfesttage Frankfurt/Oder zu einem Konzert der Extraklasse begrüßte. Das Festival diesseits und jenseits der Oder, das diesjährig unter dem Motto „Kontraste / Kontrasty“ stand, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem überregional weit beachteten Kulturereignis entwickelt. „Die Musikfesttage sind auch Zeugnis einer nach Ost und West ausstrahlenden kulturellen Identität der europäischen Region diesseits und jenseits der Oder. Sie sind kulturelle Brücke, die Deutschland und Polen miteinander verbindet“, so Kralinski.

Für die musikalische Entzückung sorgten vor Ort Viviane Hager an der Violine (Leitung), Karolina Errera an der Viola, Andrei Ioniţă am Violoncello sowie Gabriele Carcano am Flügel. Das junge Quartett vereint Musiker/innen aus vier verschiedenen Ländern, die so auf musikalische Weise das Motto der Stiftung Kreisau „Für Europa“ versinnbildlichten. Als musikalischen Auftakt boten die jungen Künstlerinnen und Künstler Mozarts Duo für Violine und Viola G-Dur KV 423. Mozart schrieb die Duos G-Dur und B-Dur 1783 für seinen neunzehn Jahre älteren Kollegen Michael Haydn, der durch Krankheit an der Fertigstellung der Kammermusik verhindert war.

Dmitri Schostakowitschs Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll op. 40 schloss sich Mozarts Duos an. Schostakowitsch galt bereits zu Lebzeiten als herausragender Vertreter avantgardistischer Musik in der Sowjetunion und genoss den Ruf eines musikalischen „enfant terrible“. Die dargebotene Sonate sollte seinerzeit das erste große Kammermusikwerk des Musikers werden.

Seinen musikalischen Abschluss fand der stimmungsgeladene Abend mit dem Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25 von Johannes Brahms, welches 1861 als erstes von drei Klavierquartetten entstand.