BERLINALE 2016: Produzenten zu Gast in der Landesvertretung

Berlin – 15. Februar 2016 –

Auch in diesem Jahr war die Berlinale zu Gast in der Landesvertretung Brandenburg. Zum traditionellen Produzentenbrunch begrüßte Staatssekretär Thomas Kralinski gemeinsam mit den Kooperationspartnern media.connect brandenburg und der Rechtsanwaltskanzlei Boehmert&Boehmert die 175 Gäste aus der Kreativ- sowie Film- und Fernsehbranche in der Landesvertretung, diesmal zum Thema „Urhebervertragsrecht: Entlohnung vs. Beteiligung?“

„Um die Position des Urhebers zu verbessern und Kreativen eine angemessene Vergütung zu ermöglichen, bedarf es einer Überarbeitung des Urhebervertragsrechts“, so der Koalitionsvertrag von 2013. Nun steht 2016 die Novelle des Urheberrechtes an.

Die Panelisten Nadja Lichtenhahn, Pim Richter, Matthias Schmid und Christian Sommer gingen unter der Moderation von Dr. Martin Schaefer mit der Frage nach, ob eine Reform der richtige Weg sei.

Kann man den Entlohnungsgedanken auch in deutsches Recht umsetzen, ohne die Grundprinzipien des Urhebervertragsrechts anzufechten? Der Unterschied zwischen Entlohnung und Beteiligung wurde bisher in einigen ausländischen Rechtsordnungen deutlicher erkannt, so die Panelisten. Der bisherige Urheberrechtsvertrag gründe sich auf dem Gedanken einer Beteiligung bei einem möglichen Erfolg - eine angemessene und risikounabhängige Entlohnung nach der Leistungserbringung wäre aber notwendiger als ein Beteiligungsanspruch, so das Fazit der Diskussion.

Beim anschließenden Lunchbuffet hatten die Gäste in angenehmer Atmosphäre die Möglichkeit, sich zu den aufgeworfenen Fragen des Panels zu verständigen.