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Energiepolitik: Woidke macht sich für Stadtwerke stark

veröffentlicht am 02.03.2016

Für das Gelingen der Energiewende misst Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke den Stadtwerken eine entscheidende Rolle bei. Zur Eröffnung des ostdeutschen Stadtwerketages sagte Woidke heute in Potsdam: „Die Stadtwerke müssen faire Chancen beim Zugriff auf die regionalen Verteilnetze haben.“

Woidke nutzte den Stadtwerketag für einige energiepolitische Grundsatz-Ausführungen. Er forderte den Bund auf, über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verstärkt Speichertechnologien zu fördern. „Erst wenn wir Wind- und Sonnenenergie in ausreichendem Masse speichern und dann abrufen können, wenn wir die Energie brauchen, können wir die Energiewende schaffen.“ Woidke betonte, dass der Braunkohle-Ausstieg dann stattfinden könne, wenn die unzuverlässigen erneuerbaren Energien zu verlässlichen erneuerbaren Energie geworden sind. Insofern seien Debatten um den Zeitpunkt eines Kohleausstiegs überflüssig.

Woidke kritisierte, dass Energiepolitik nicht europäisch gedacht werde. „Warum eigentlich soll Windstrom aus der Uckermark nach Bayern geleitet werden, statt Stettin zu versorgen?“ Er habe darüber letzte Woche in Brüssel mit EU-Kommissar Oettinger gesprochen, der die entsprechenden Überlegungen in die Kommission einbringen will.