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„Refugees Welcome!“ – Woidke würdigt Integrationskultur in Wandlitz

veröffentlicht am 15.02.2016

Ministerpräsident Dietmar Woidke hat den Einwohnern von Wandlitz Dank und Anerkennung für deren Willkommens- und Integrationskultur ausgesprochen. „Die Wandlitzer haben schon früh verstanden, dass es nicht aufs Debattieren, sondern auf zügiges Handeln ankommt“, sagte Woidke heute in der Barnim-Gemeinde bei der Buchpräsentation „Refugees Welcome!“ von Mathis Oberhof. Dieser war von 2012 bis 2013 Koordinator des „Runden Tisches Willkommen“ in Wandlitz, einem breiten überparteilichen und konfessionsungebundenen Arbeitskreis von ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern.


Woidke lobte das Buch, in dem Etappen auf dem Weg zu einer gelungenen Integration geschildert werden, als besonders wertvoll: „Gelebte Solidarität braucht auch in einer gefestigten Demokratie Vordenker, Mutmacher, Impulsgeber. Das ist der Geist, den das Buch für Nachahmer so hilfreich macht.“ Der Ministerpräsident würdigte auch die Freiwilligen-Initiativen in Wandlitz: „Sie alle haben in den vergangenen Jahren unglaublich viel Gutes für ihren Heimatort getan. Zugleich haben sie medial Pate gestanden für unser weltoffenes, solidarisches und tolerantes Brandenburg. Darauf können sie und unser ganzes Land stolz sein.“ Brandenburg habe eine intakte und handlungsfähige Zivilgesellschaft, auf die man sich auch bei großen Herausforderungen verlassen könne, unterstrich Woidke.


Er warnte zugleich vor Tendenzen, die Gesellschaft durch die Verbreitung von Angst und Hass spalten zu wollen. „Ich bin mir aber gewiss, dass  wir hier auf unsere wehrhafte Demokratie vertrauen können. Wir sehen das an der breiten gesellschaftlichen Unterstützung, die unser ‚Bündnis für Brandenburg‘ schon in den ersten zwei Monaten seit dem  Gründungsaufruf erfahren hat. Wir sehen das in Potsdam, wo sich eine bunte Allianz der Demokraten dem unsäglichen Versuch entgegenstellt, auch unsere Landeshauptstadt mit dem Pegida-Virus zu infizieren. Und wir sehen das an so herausragenden Beispielen gelebter Willkommens- und Integrationskultur wie hier in Wandlitz.“