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Neuer OLG-Präsident Clavée ins Amt eingeführt: Woidke und Markov bei Feierstunde in Brandenburg/Havel

veröffentlicht am 12.10.2015

Der neue Präsident des Brandenburgischen Oberlandesgerichtes (OLG), Klaus-Christoph Clavèe, ist heute in sein Amt eingeführt worden. Bei der Feierstunde in Brandenburg an der Havel äußerte Ministerpräsident Dietmar Woidke hohe Wertschätzung für die brandenburgische Justiz: „Jeder oder jede, die sich an ein brandenburgisches Gericht wendet, kann sicher sein, dass dort Recht gesprochen wird. Das ist alles andere als banal: Gerade wir in Ostdeutschland wissen die Unabhängigkeit der Justiz zu schätzen. Sie ist nicht umsonst eine der drei Säulen unserer Demokratie; ein wichtiges Fundament unserer Gesellschaftsordnung.“

Woidke weiter: „Die Aufgaben des Oberlandesgerichts sind vielfältig und bedürfen einer verantwortungsvollen Führung. Organisationstalent, Innovationsbereitschaft sowie die Fähigkeit zur kooperativen Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Geschäftsbereich – all diese Eigenschaften bringt Klaus-Christoph Clavée mit. Für seine Amtszeit wünsche ich ihm eine glückliche Hand und viel Erfolg.“ Gleichzeitig dankte Woidke Amtsvorgänger Wolf Kahl für dessen Verdienste. Als Aufbauhelfer aus Nordrhein-Westfalen habe Wolf maßgeblich zum Werden des Oberlandesgerichtes beigetragen. Er habe während seiner Laufzeit vor allem durch Kontinuität und Mut für die richtigen Schritte zur richtigen Zeit überzeugt.

Auch Justizminister Helmuth Markov würdigte den scheidenden Präsidenten: „Ich bin mir sicher, dass es Klaus-Christoph Clavée, gelingen wird, die Arbeit seines Vorgängers fortzusetzen und die Herausforderungen, denen sich die ordentliche Gerichtsbarkeit in Brandenburg gegenüber sieht, erfolgreich zu bewältigen. Meiner Unterstützung hierfür können Sie sich sicher sein.“

Das Brandenburgische Oberlandesgericht in Brandenburg an der Havel verfügt aktuell über ca. 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; dem Geschäftsbereich sind vier Landgerichte und 24 Amtsgerichte zugeordnet. Es ist auf Landesebene das höchste Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit, also für Zivil-, Familien- und Strafverfahren sowie für den Bereich der sogenannten freiwilligen Gerichtsbarkeit, zu der zum Beispiel die Grundbuchsachen gehören. Zudem nimmt es Verwaltungsaufgaben anderer Art wahr wie etwa die Organisation der Referendar-Ausbildung und die Bearbeitung von Justizschadenssachen.

Zur Person:

Klaus-Christoph Clavée tritt die Nachfolge des bisherigen Oberlandesgerichtspräsidenten Wolf Kahl an, der zum 30. Juni 2015 in den Ruhestand getreten war. Clavèe ist 56 Jahre alt, verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten in Saarbrücken und Bonn sowie dem juristischen Vorbereitungsdienst im Bezirk des Oberlandesgerichts Köln war der in Wuppertal gebürtige Jurist zunächst als Richter im Land Nordrhein-Westfalen tätig, bevor er im Jahr 1995 zum Brandenburgischen Oberlandesgericht wechselte. Dort nahm er neben seiner Rechtsprechungstätigkeit auch vielfältige Aufgaben in der Leitung und Organisation des Oberlandesgerichtes wahr. In den Jahren 2002 bis 2005 war er Leiter des Personalreferats im Ministerium der Justiz und für Europaangelegenheiten, bevor er im April 2006 zunächst zum Vizepräsidenten des Landgerichts Potsdam und schließlich im Februar 2010 zum Präsidenten des Landgerichts Cottbus ernannt wurde.