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Vom Schandfleck zum Schmuckstück – Auszeichnung für Engagement gegen Wohnungsleerstand

veröffentlicht am 09.01.2014

Eine Kyritzer Arbeitsgruppe, die sich um innerstädtischen Leerstand und vom Verfall bedrohte Häuser kümmert, ist das erste Demografie-Beispiel im neuen Jahr. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber, überreichte heute bei einem Besuch in der Stadt Kyritz Mitgliedern der Arbeitsgruppe die Auszeichnung für deren ehrenamtliches Engagement. Seit nunmehr drei Jahren kümmern sich fünf engagierte Bürger in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtentwicklung und Bauen um den Erhalt von Bausubstanz in der historischen Altstadt von Kyritz. Sie listen verwaiste Häuser auf, bemühen sich um die Klärung der Eigentumsverhältnisse sowie um mögliche Sanierungs- und Nutzungskonzepte.

Gerber betonte: „Die Arbeitsgruppe trägt mit ihrer Initiative dazu bei, die Lebensqualität in Kyritz weiter zu verbessern. Das ist für die ganze Region von Bedeutung, sind doch Städte der bestimmende Anker im ländlichen Raum. Ein attraktives Wohnumfeld stärkt zudem die Bindung der Einwohner an ihre Kommune und ist zugleich für Zuzugswillige interessant. Auch der Tourismus profitiert von einer intakten Altstadt. Und nicht zuletzt ist die Sanierung von Häusern ein Wirtschaftsfaktor.“

Zur Arbeitsgruppe „Vom Verfall bedrohte Häuser“ gehören Stadtverordnete und sachkundige Einwohner, die von Mitarbeitern des städtischen Amtes für Stadtentwicklung und Bauen begleitet werden. Sie tagen im dreiwöchigen Turnus, um in Abstimmung mit den Verwaltungsmitarbeitern darüber zu beraten, wie „Schandflecken“ aus dem Stadtbild getilgt werden können. Auf ihrer Liste befinden sich derzeit 15 Objekte. Für drei wird zurzeit die Sanierung vorbereitet, auch für andere Problemfälle zeichnen sich teilweise Lösungen ab. Die sanierten Häuser werden vorwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Angedacht ist zudem, dass in ein Objekt eine Kita einzieht, ein weiteres Objekt soll in das Klosterkonzept einbezogen werden.

Die Kyritzer Arbeitsgruppe „Vom Verfall bedrohte Häuser“ ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

Kontakt für das Demografie-Beispiel Januar: Stadtverwaltung Kyritz, Inge Olbrecht, E-Mail: bauamt@kyritz.de; Tel.: (033971) 85-268
Weitere Infos: http://www.stk.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.318735.de
Hinweise und Anregungen an: demografie@stk.brandenburg.de