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Landesregierung bündelt Förderung zur Weiterbildung contra Fachkräftemangel – Platzeck bei HWK-Meisterfeier in Cottbus

veröffentlicht am 23.11.2011

Die Landesregierung wird im kommenden Jahr Programme zur Weiterbildungsförderung bündeln, um noch effektiver Fachkräftemangel in Brandenburg bekämpfen zu können. Das kündigte Ministerpräsident Matthias Platzeck heute in seiner Festrede auf dem traditionellen „Tag des Meisters“ der Cottbuser Handwerkskammer an.

Weiterbildung und Qualifizierung sind nach Worten Platzecks neben der beruflichen Ausbildung wichtige und notwendige Säulen, um die Beschäftigten fit zu halten für neue Technologien, Maschinen und Fertigungsmethoden. Platzeck: „Deshalb werden wird im Jahr 2012 die Förderungen zur beruflichen Kompetenzentwicklung für kleine und mittelständische Unternehmen sowie zur individuellen Weiterbildung mit dem Bildungsscheck für Brandenburgerinnen und Brandenburger zusammen führen.“

Nach Einschätzung des Ministerpräsidenten sind die Folgen des demografischen Wandels im Handwerk bereits heute deutlich spürbar: Über alle Handwerksbranchen hinweg habe jeder vierte Betrieb offene Stellen zu besetzen. Die Unternehmen suchten dabei sowohl Auszubildende als auch Fachkräfte. Zugleich habe sich in Südbrandenburg die Zahl der Schulabgänger innerhalb der vergangenen fünf Jahre nahezu halbiert.

Platzeck wörtlich: „Eine qualitativ gute Schulausbildung und eine passgenaue Vermittlung der Jugendlichen werden immer wichtiger. Schülerpraktika, Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern, Praxislernklassen, der Brandenburger Zukunftstag – all das sind wirksame Strategien zu Selbsthilfe. Im gemeinsamen Engagement aller Akteure müssen die Jugendlichen gezielt darauf aufmerksam gemacht werden, dass sich Ausbildung im Handwerk lohnt. Als Berufseinsteig und mit umfangreichen Karrierechancen.“

Die Handwerkskammer Cottbus umfasst derzeit mehr als 10.000 Unternehmen mit geschätzt rund 53.700 Beschäftigten. Davon sind 3.300 Lehrlinge. Bei der diesjährigen Meisterfeier nahmen 183 Absolventen ihren Meisterbrief entgegen, 83 verdiente Meister wurden mit dem Silbernen Meisterbrief geehrt.