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Runder Tisch für Projekte zur nachhaltigen Entwicklung

veröffentlicht am 20.09.2011

Mit dem Beitrag des Landes Brandenburg zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hat sich heute das Kabinett befasst. Umweltministerin Anita Tack und Bildungsministerin Martina Münch informierten über den Landesaktionsplan und die Konstituierung des Runden Tisches „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ am Freitag (23.09.2011) in Potsdam. Der Landesaktionsplan spiegelt den Diskussionsstand zum Aufgabenfeld Bildung für nachhaltige Entwicklung wider, schlägt strategische Orientierungen vor und gibt eine Übersicht über wichtige brandenburgische Akteurinnen und Akteure sowie Initiativen.

Umweltministerin Tack: „Nachhaltige Entwicklung setzt einen gesellschaftlichen Wandlungsprozess voraus, der alle Menschen betrifft und an jedem Ort der Welt gelebt werden muss. Dafür werden Kompetenzen benötigt, die Menschen in die Lage versetzen, aktiv an der Gestaltung dieses Prozesses mitzuwirken. Diese Kompetenzen setzen Verständnis und Bildung voraus.“

Bildungsministerin Münch: „Wir müssen alle Menschen, aber insbesondere Kinder und Jugendliche, in die Lage versetzen, ökologische, ökonomische und soziale Entwicklungen in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit zu verstehen, damit sie aktiv die Zukunft gestalten können. Dazu können fächerübergreifende Projektwochen ebenso beitragen wie Schülerfirmen, Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen oder Planspiele.“

Der neu ins Leben gerufene Runde Tisch soll Ideen und Projekte zur nachhaltigen Entwicklung anregen. Darüber hinaus soll das Gremium die weitere Vernetzung unterstützen und in Kooperation mit dem Beirat für nachhaltige Entwicklung als gesellschaftliches Dialogforum für die Umsetzung des Handlungsschwerpunktes Bildung für nachhaltige Entwicklung der brandenburgischen Nachhaltigkeitsstrategie dienen.

Der Landesaktionsplan soll Anstoß und Ermunterung für alle sein, sich umfassender der Verantwortung für das Thema zu stellen. Er ist als ein offener, prozessorientierter und dynamischer Plan konzipiert, der in Zusammenarbeit mit möglichst vielen staatlichen und nichtstaatlichen Bildungsakteuren im Land fortgeschrieben werden soll.

Hintergrund

Die Bundesrepublik besitzt seit 2002 eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie und seit 2004 einen deutschen Aktionsplan zur UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Der deutsche Aktionsplan hat u. a. das Ziel, dass die Bundesländer eigene Aktionspläne zur Bildung für nachhaltige Entwicklung aufstellen. Die Landesregierung hatte am 8. Februar 2011 die Eckpunkte einer Nachhaltigkeitsstrategie für Brandenburg beschlossen, in denen Bildung und Erziehung für Nachhaltige Entwicklung als ein prioritärer Handlungsschwerpunkt ausgewiesen ist.